Aqaba – entspannen am Roten Meer

September 2019

Nach so vielen fantastischen Erlebnissen und Eindrücken werden wir die kommenden Tage entspannt in Aqaba am Roten Meer verbringen. Die Stadt ist sehr touristisch und entspannt mit vielen Restaurants, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten. Auch der Kleidungsstil ist sehr "westlich".

Von Wadi Rum nach Aqaba

Nach einer sehr angenehmen Nacht im Zelt des WüstencampsRahayeb Dessert Camp“ werden wir gegen 10:00 Uhr zu einem Parkplatz gebracht an dem Khaled - unser Fahrer - bereits wartet.

Wir fahren weiter nach Süden ans Rote Meer. Kamele und die sich immer wieder verändernde Landschaft ziehen an uns vorbei.

Nach knapp einer Stunde Fahrt erreichen wir einen Check-Point. Unsere Pässe und der kleine Zettel, den wir bei der Einreise erhalten haben, werden kontrolliert.

In der Ferne sehen wir eine Stadt und vermuten, dass es Aqaba ist, doch es ist die Stadt Eilat in Israel. Nur wenige Minuten später erreichen wir wirklich Aqaba.

Hotel

Das Hotel Mövenpick Resort & Residences Aqaba liegt sehr zentral und dennoch ruhig.
Dort angekommen werden wir sehr freundlich begrüßt, erhalten einige Informationen zum Hotel und können unser großzügiges und helles Zimmer beziehen.

Entspannung

Das Mövenpick-Hotel lädt mit einer großen Pool-Landschaft geradezu zum Entspannen ein. Der mit Palmen, Sonnenliegen und Sonnenschirmen gesäumte Privatstrand, bietet genügend Platz zur Entspannung. Das Wasser des Roten Meeres ist kristallklar und hat die perfekte Temperatur um sich zu erfrischen.

Kulinarisches Verwöhnprogramm

Das Hotel bietet ein fantastisches Frühstück, das keine Wünsche offen lässt. Auch das Personal ist sehr zuvorkommend, aber nicht aufdringlich. Auf der Terrasse oder im sehr gemütlichen und klimatisierten Frühstücksraum kann das Frühstück eingenommen werden.

Mittagessen im "Al Shatt" ist absolut empfehlenswert. Zwischen Pool und Strand gelegen, bietet das Restaurant für jeden Geschmack etwas: von Salaten, Snacks, Sandwiches bis hin zu Pizza und Pasta. Unter Sonnenschirmen kann das Mittagessen an der frischen Luft eingenommen werden. Auch die Getränkekarte bietet viel Abwechslung mit alkoholischen und alkoholfreien Getränken.

An heißen Tagen war mein Favorit immer die “Mince-Lemon-Lemonde”.

Das kulinarische Verwöhnprogramm wird am Abend im "Red Sea Grill" ganz groß geschrieben. Direkt am Strand mit einer wunderschönen Aussicht auf das Meer und das darum liegende Panorama werden fantastische Fischgerichte angeboten.
Wer anschließend den Abend noch mit einer Shisha ausklingen lassen möchte, ist auch hier genau richtig. In einem separaten Bereich kann Shisha geraucht werden, damit die Gäste weiterhin ihr köstliches Abendessen genießen können.

!! Restaurant in der Altstadt: Al-Shami

Das „Al-Shami“ bietet authentisch, arabische Küche. Neben eines der besten Essen auf unser Reise gibt es hier auch die beste „Mince-Lemon-Lemonde“. Dieses Restaurant sollte unbedingt auf der Restaurant-Liste für Aqaba stehen, einfach großartig. Mit etwas Glück bekommt man einen Tisch auf dem Balkon, mit Ausblick auf die Bucht. Der perfekte Ausklang eines schönen Tages oder auch Abschluss eines erlebnisreichen und unvergesslichen Urlaubs.

In den Restaurants außerhalb der Hotels werden nur alkoholfreie Getränke angeboten.

In der Nähe des Hotels gibt es einen “Liquor Shop” in dem es alkoholfreie und alkoholische Getränke gibt.

Altstadt

Bei Spaziergängen erkunden wir die Stadt. In der Altstadt entdecken wir einen kleinen Laden, in dem wir viele Tücher kaufen, ein perfektes Souvenir.

Im Vergleich zu Deutschland finde ich die Qualität der Tücher im arabischen Raum (meistens auf Märkten) besser … und diese sind außerdem günstiger.
 Etwas weiter finden wir einen Laden, in dem wir losen Tee bekommen. Die Verpackung ist mit allen möglichen Kräutern und "kleinen Ästen" - so sieht es aus - gefüllt. Wir dürfen eine Kostprobe nehmen und entscheiden uns diesen Tee mitzunehmen... und ich würde es wieder tun. Aufgrund der Kräuter ist dieser schwarze Tee sehr aromatisch und lecker.

Checkliste
– Badesachen
– Sonnencreme
– Wasser
– Kopfbedeckung

Fazit

Aqaba: über Seele-baumeln-lassen, schlendern in der Altstadt, Shopping in Malls, kulinarische Hochgenüsse und entspannt im Hotel bei Cocktails und Shisha den Abend ausklingen lassen, ist alles dabei was zu einem perfekten Ausklang einer Jordanien-Reise dazu gehört.

Einzigartige Wüstentour in Wadi Rum

September 2019

Voller Vorfreude auf unseren Ausflug mit Übernachtung in der Wüste, sitzen wir morgens um 9:00 Uhr im Auto. Doch bevor es in die Wüste geht, machen wir einen Zwischenstopp bei der Bäckerei „AL-Janoub sweetes“ in Petra und decken uns mit köstlichen arabischen Gebäck ein.

Wadi Rum

... zählt zum Weltkulturerbe und ist viel mehr als nur eine Wüste. Faszinierende Entdeckungen und die atemberaubende Schönheit machen diesen Ort zu einem der Highlights auf unserer Reise. Das Zusammenspiel von Licht, Felsen und Sand hat etwas Magisches.

Sehenswürdigkeit & Eintrittspreis
Wüste Wadi Rum5 JD / ca. 6,50 € p.P.

Seit ungefähr 12.000 Jahren sind die Beduinen und ihre Kultur fest verwurzelt mit Wadi Rum. Mit Kaffee, der einst aus dem Jemen kam, handelten die Jordanier. Dieser ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Kultur und symbolisiert nicht nur die arabische Gastfreundschaft. Bei Verhandlungen, für Problemlösungen und sonstigen gesellschaftlichen Zusammentreffen darf Kaffee nicht fehlen.

Mit Kamelkarawanen wurden Waren durch die Wüste Wadi Rums zum Mittelmeer transportiert. An Lagerplätzen wurden Waren getauscht, wie Leder aus Arabien gegen Seide oder Textilien aus Indien und China.

Noch heute sind Zelte von Beduinen in der Wüste auszumachen. Diese sind aus Ziegenwolle und Kamelhaar. Die meisten Beduinen sind heute in Wadi Rum sesshaft geworden.

Bevor die Wüstentour beginnt

Von Petra fahren wir ca. 1,5h bis zum Besucherzentrum von Wadi Rum.
Dort werden wir angemeldet und erhalten unsere Tickets, um den kleinen Ort und die Wüste Wadi Rum passieren zu können. Mit dem Auto werden wir zu einem Haus im Ort gebracht und unsere Koffer ausgeladen. Beim Betreten des Hauses bekommen wir mal wieder die herzliche Gastfreundschaft der Jordanier zu spüren. Bereits kurze Zeit später sitzen wir mit einem Glas Tee in dem großzügigen und gemütlichen Wohnzimmer/ Aufenthaltsraum des Hauses, in dem auch andere Touristen warten. Der Raum ist mit vielen Teppichen und Sofas eingerichtet.
In einem Nachbarraum / Büro besprechen wir den Ablauf des heutigen Tages, buchen einen Kamelritt und gleichen die Informationen für die Übernachtung im Wüstencamp ab. Nachdem alle Formalitäten erledigt sind, springen wir und die anderen Touristen in den jeweils eigenen überdachten Jeep und unsere 4-Stündige Tour durch die Wüste beginnt.

 

Die Wüstentour beginnt

Sobald wir den Rand der Wüste erreicht haben, verteilen sich die Jeeps in alle Himmelsrichtungen.
... und da sind nur noch wir ... und eine einzigartige Weite mit roten Wüstensand. Um uns herum sind beeindruckende Felsformationen. Je tiefer wir in die Wüste hineinfahren, desto mehr verändert sich die Landschaft.

Jebel Khazali

Der warme Fahrtwind begleitet uns eine Weile, bis wir an einem großen Felsen haltmachen – Jebel Khazali. Über eine Öffnung im Felsen gelangen wir ins Innere. Die Sonne lässt das Gestein golden glänzen.

Wir gehen die 100m des unebenen Weges entlang und entdecken wunderbar erhaltene Zeichnungen im Gestein.

Vor 3.500 Jahren zogen Nomadenstämme durch Wadi Rum. An einigen Stellen hinterließen sie Bilder und Schriftzeichen. Diese Abbildungen geben Einblicke in eine andere Zeit.

Wüstentour auf einem Kamel

In der Nähe des Jebel Khazali ist ein Beduinen-Zelt aufgebaut. In diesem nehmen wir Platz, bevor wir auf unsere Wüstenschiffe umsteigen.

Unser Kamelführer holt uns ab und wir setzen uns in den gut gepolsterten Sattel unserer Wüstenschiffe.
Nun heißt es festhalten, das Kamel steht auf. Niemand ist heruntergefallen, die Tour kann losgehen.

Über uns die Sonne, die sich nicht so erbarmungslos heiß anfühlt wie erwartet.
Jeder auf seinem eigenen Kamel/Dromedar schaukeln wir ungefähr 30 Minuten durch die Wüste.

TIPP
Um die Beine zu entlasten, wurde uns empfohlen zwischendurch die Position in den Schneidersitz zu verändern. Ich habe es ausprobiert und es ist wirklich angenehm.


Wir genießen die Ruhe und die endlose Weite dieses besonderen Fleckchens Erde. Um uns herum sind nur der Wind, die Wüste und die Felsen.

An einem Schatten spendenden Felsen beenden wir unseren Kamelritt.
Hier treffen wir unseren Fahrer, der gemeinsam mit anderen Fahrern für die Touristen das Mittagessen zubereitet.

Mittagessen

Zusammen sitzen wir mit den anderen Touristen auf einer großen Decke auf dem Boden und unterhalten uns.
Unser Mittagessen ist sehr gut gegrilltes Hühnchen, Salat, Joghurt, Brot und zum Nachtisch gibt es Gebäck... sooo köstlich und gehört mit zu den besten Essen unserer Reise.
In den darauffolgenden Tagen hatten wir KEINE Magenprobleme.

Überraschende Natur und Kamele hautnah

Nach dem Mittagessen setzen wir unsere Tour fort. Wir erkunden von der Natur geschaffene, gigantische Felsformationen und klettern einen davon seitlich hinauf. Das Panorama, welches uns umgibt, ist großartig.

Wir fahren mit dem Jeep weiter und sehen in der Ferne freilaufende Kamele. Der Versuch, die Wüstenschiffe während der schaukelnden Fahrt mit der Kamera einzufangen, ist gar nicht so leicht.

Auf einmal stoppen wir. Unser Guide ruft die Kamele zu uns ... und tatsächlich, sie kommen.

Bevor es zurück zum Ausgangspunkt geht, machen wir noch einen letzten Stopp an einem weiteren Beduinen-Zelt.
Diese Stelle war ein Lagerplatz zum Tausch von Waren, die mit den Karawanen durch die Wüste transportiert wurden.

In einem Felsen können wir Zeichnungen und Schriftzeichen erkennen, die die Menschen vermutlich im 3. Jh. v. Chr. hier hinterlassen haben.

Ein einsamer Baum, mitten in der Wüste Wadi Rums ... ein sehr skurriles aber auch faszinierendes Bild. Es zeigt, wozu Mutter Natur fähig ist.

Voller unvergesslicher Erfahrungen und Eindrücke verlassen wir die Wüste.

Wüstencamp

Zurück an unserem Ausgangspunkt werden unsere Koffer auf einen Jeep geladen und wir fahren mit 3 anderen Touristen ins Wüstencamp. Voller Vorfreude auf die Nacht im Camp und die Hoffnung einen tollen Sternenhimmel mit der Milchstraße zu sehen, fahren wir erneut durch die Wüste.

Im „Rahayeb Desert Camp“ angekommen beziehen wir unser Zelt mit eigenem Bad.

Es werden Zelte mit eigenen Bad oder Gemeinschaftsbad angeboten.

Im Camp sind überall gemütliche Sitzgelegenheiten verteilt, die dazu einladen sich zu unterhalten und am Abend eine Shisha zu rauchen.
Den Nachmittag lassen wir bei einem türkischen Kaffee ausklingen und schwelgen in Erinnerungen des Tages.

In Wüstencamps gibt es keinen Alkohol, dafür alkoholfreie Getränke, Snacks und Shisha.

Das Abendessen

Zum Abendessen haben die Köche einen absoluten Gaumenschmaus vorbereitet. Dieser wird für alle Gäste um 20:00 Uhr als Buffet serviert: mit Salaten, Brot, Joghurt, Humus und Fleisch.
Es gibt keine fest zugewiesenen Tische. Jeder Gast sucht sich mit seinem Teller einen freien Platz. Es dauert nicht lange und wir kommen mit anderen Gästen ins Gespräch. Den Abend lassen wir mit einer Shisha (wer möchte) ausklingen.

Sternenhimmel

Im Laufe des Abends geht der Blick immer wieder in Richtung Himmel, in der Hoffnung einen tollen Sternenhimmel zu sehen. Die „Lichtverschmutzung“ in unserem Camp war leider doch zu groß und als das Licht vollständig ausgeschaltet wurde, haben wir bereits geschlafen... irgendwann werden wir bestimmt wieder in den Genuss kommen, einen grandiosen Sternenhimmel zu sehen.

Das Camp bietet für den Abend eine “Sternen-Tour” an und fährt mit den Gästen in die Wüste hinaus.

Checkliste
– Kopfbedeckung
– Sonnencreme
– Wasser
– Action Cam / Kamera – die auch bei einer holprigen Fahrt stabile Bilder macht
-„Sea Band“ gegen Reisekrankheiten jeder Art („Wüstenschiff“)

Fazit

Der Ausflug in die Wüste war eine unvergessliche Erfahrung. Die fantastische Landschaft und der Ritt auf den Kamelen/Dromedaren wird uns für immer in Erinnerung bleiben.
Der Hauptgrund für die Übernachtung im Wüstencamp war, die Hoffnung einen grandiosen Sternenhimmel zu sehen. Dieser Wunsch hätte sich vermutlich erfüllt, wenn wir eine der angebotenen "Sternen-Touren" des Wüstencamps gebucht hätten. Die Übernachtung in dem Camp war dennoch eine tolle Erfahrung.

Atemberaubende Felsenstadt Petra und eine malerische Wanderung

September 2019

In den kommenden 2 Tagen tauchen wir in die Welt der Nabatäer ein. Wir erfahren mehr über die Geschichte, Kultur und Natur des Landes. Bei einer Wanderung erkunden wir die einzigartige Gegend der Felsenstadt Petra.

Eintrittspreise Felsenstadt Petra
1 Tag50 JD / ca. 65 € p.P.
2 Tage55 JD / ca. 72 € p.P.
3 Tage60 JD / ca. 78 € p.P.
Tagestouristen90 JD / ca. 117€ p.P.
HinweisZum Erhalt der Felsenstadt Petra sollte jeder Besucher darauf achten, keinen Müll zu hinterlassen und rücksichtsvoll mit dem Weltkulturerbe umzugehen.
WC's, Restaurants und Cafés sind vorhanden
Empfohlener Aufenthalt2 Tage mit Guide
Wanderung von Klein Petra
in die Felsenstadt Petra
Link zu Anbietern

Hotel

Schon bei der Ankunft haben wir das Gefühl die Felsenstadt Petra zu betreten.
Das „Petra Guest House“ fügt sich sehr harmonisch in die Umgebung ein und liegt direkt am Eingang des Besucherzentrums der Felsenstadt Petra.

Beim Check-In werden wir sehr freundlich begrüßt, erhalten einige Informationen zum Hotel und beziehen unser gemütlich eingerichtetes Zimmer.

Essen im Hotel

Eher untypisch für uns, haben wir Halbpension gebucht und freuen uns nun auf das Abendessen.
Es erwartet uns eine große Auswahl nationaler und internationaler Gerichte, frische Salate, verschiedene Brote, Desserts und vieles mehr.
Auch das Frühstück lässt kaum Wünsche offen. Hier vereinen sich nationale und internationale Frühstückskulturen: Müsli, Obst, Gemüse, Brot, Konfitüre, warme Speisen und reichlich mehr.

Außerhalb des Hotels gibt es viele Restaurants.

Cave Bar

... ist die älteste Bar der Welt. Die Cave Bar bietet einen kleinen Vorgeschmack auf die Felsenstadt Petra bzw. eine wunderbare Gelegenheit den Tag Revue passieren zu lassen. Die Sitzecken wurden perfekt in den höhlenähnlichen Außenbereich integriert. Neben einem gemütlichen Ambiente wird eine Auswahl alkoholischer und alkoholfreier Getränken sowie Snacks und Speisen angeboten. Auch der Restaurantbereich lädt Innen wie Außen zum Speisen mit besonderer Atmosphäre und Live-Musik am Abend ein.

Öffnungszeiten: 15:00 – 24:00 Uhr

Der Duft von Apfeltabak liegt in der Luft, das blubbernde Geräusch von Wasser ist zu vernehmen und ein weißer Rauch umfängt die rauchenden Gäste. Den Abend mit einem Drink und einer Shisha ausklingen zu lassen, hat schon etwas entspanntes.

Felsenstadt Petra

An einer der ältesten Handelsrouten des Orients liegt der wohl bekannteste Ort Jordaniens, die Felsenstadt Petra. Dieser geheimnisvolle Ort gehört zu den 7 neuen Weltwundern.
Petra wird automatisch mit einen bestimmten Film in Verbindung gebracht– „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“. Doch dieser sagenumwobene Ort ist mehr als nur eine Filmkulisse und besteht nicht nur aus einer Schlucht und dem Schatzhaus.

Geschichte

1 Jahrtausend vor Christus kamen die Nabatäer aus dem Jemen ins Ost-Jordanland und überfielen Karawanen, die ihre Waren durch die Wüste zum Mittelmeer transportierten.
Mit dem Angebot, den Karawanen Begleitschutz zu bieten, war eine neue lukrative Geschäftsidee geboren und der Handel mit Waren begann. So besiedelten die Nabatäer das Gebiet um 500 v. Chr. und errichteten Petra als ihre Hauptstadt mit Palästen – für die Könige Aretas I-IV, Tempeln, Grabmälern und Wohnungen.
Das Gebiet war ein Knotenpunkt und wichtiger Handelsplatz der Weihrauchstraße.
Waren wie Weihrauch, Myrrhe und Gewürze (Safran, Pfeffer und Zimt) wurden transportiert.
Zur Blütezeit von Petra lebten ungefähr 20.000 Menschen in der Stadt.

Um 85 v. Chr eroberten die Nabatäer Damaskus und belagerten anschließend Jerusalem. Das römische Imperium schlug zurück und machte das Königreich zu einer römischen Provinz. Die einst so wichtige Handelsstadt verlor an Bedeutung. Handelsstädte wie Palmyra in Syrien machten Petra im 3. Jh. n. Chr. zusätzlich Konkurrenz.
Bis heute ist nicht eindeutige geklärt, warum Petra zurück gelassen wurde. Mehrere Erdbeben sowie der Rückgang des Handels könnten eine Ursache sein.

Die Stadt galt als fast vergessen, bis der Schweizer Johann Ludwig Burckhardt im Jahr 1812 diesen Ort neu entdeckte. Die ersten Ausgrabungen fanden 1929 statt und dauern bis heute an. Man vermutet, dass erst 2% der Felsenstadt Petra ausgegraben wurden. Noch heute zeigt dieser Ort den Forschern Rätsel auf und gilt nicht umsonst als sagenumwoben.

1. Tag in der Felsenstadt Petra

Unser Hotel „Petra Guest House“  liegt direkt am Eingang des Besucherzentrums. Um 9:00 Uhr betreten wir mit unserem Guide und einer Vielzahl Touristen die Felsenstadt Petra.

Ein langer breiter Weg schlängelt sich in Richtung Schlucht. Felsen säumen den Weg und leuchten in der Morgensonne golden. Von Weitem können wir bereits Umrisse einer Fassade und Löcher in Felsen erkennen. Gebannt lauschen wir auf unserem Weg den Geschichten unseres Guides.

Links und rechts tauchen die ersten Grabstätten und Wohnungen der Nabatäer auf. Wir bleiben stehen, um mehr über die Geschichte und Architektur zu erfahren, die im harmonischen Einklang mit der Natur wiederzufinden ist.

Die Nabatäer trieben Handel mit den Griechen. Auch in ihrer Bauweise wird der Einfluss des antiken griechischen Baustils sichtbar.

Grabstätte

Wohnung

Keine Lust zu laufen

Unterwegs wird uns immer wieder angeboten, unseren Weg auf dem Rücken eines Kamels, Esels oder Pferdes zurückzulegen, doch wir lehnen dankend ab.

Für Interessierte ist zu beachten
Die Touren sind meistens kürzer als angeboten!

PferdEingang Besucherzentrum bis zum Eingang der Schlucht
KutschenEingang Besucherzentrum bis zum Schatzhaus
KameleQasr Al-Bint (Mädchenschloss) bis zum Schatzhaus
Eselnach Vereinbarung

Die berühmte Schlucht zum Schatzhaus

Wir erreichen eine Schlucht. Die Gesteinsformationen ragen zu beiden Seiten majestätisch empor.
Im Gestein der Felsen werden wir auf Einkerbungen aufmerksam gemacht, der Transportweg des Wassers. Die Nabatäer waren Experten im Umgang mit Wasser. Sie kanalisierten und sammelten dieses für den täglichen Bedarf. Außerdem wurde das Wasser umgeleitet um Überflutungen zu vermeiden.

Die Schlucht verengt sich und ist nur noch ungefähr 2 Meter breit.
Wir haben nun die engste Stelle in Petra erreicht. 

Petra war nur über diese Schlucht zugänglich und somit uneinnehmbar.
 Zwischen den Felsen sehen wir etwas aufleuchten, das Schatzhaus.
Die Sonne lässt das Gebäude in den schönsten Goldtönen erstrahlen.

Das Schatzhaus

... wird auch "das Schatzhaus des Pharao" genannt. Lange Zeit wurde vermutet, dass an diesem Ort ein Goldschatz liegen würde. So ist dieses Bauwerk zu seinem Namen gekommen. Ein Schatz wurde leider nie gefunden. Weitere Forschungen haben gezeigt, dass dies ein Mausoleum für eine der nabatäischen Königsfamilien ist.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entdeckten Forscher die in Sandstein gehauene Fassade (40 Meter hoch und 28 Meter breit), dessen Ornamente der römischen Architektur ähnlich sind. Die Römer hatten das Gebiet 106 n. Chr. annektiert.  Es wurde angenommen auf Überreste der antiken römischen Zeit gestoßen zu sein. Bei genauerer Betrachtung sind römische und griechische Motive zu erkennen. Allerdings können weitere Motive sowie die Giebel und Reliefs nicht der römisch/griechischen Architektur zugeordnet werden. Noch heute wirft das Schatzhaus viele Fragen auf.

Wie „Indiana Jones“ können wir das Schatzhaus leider nicht erkunden, das aus einem großen Raum und 3 kleinen leeren Kammern bestehen soll. Dafür erfahren wir mehr über die Architektur und die Theorien zur Bedeutung der Säulen und Verzierungen. Diese könnten zum Beispiel einen Kalender darstellen.

Um einen unverstellten Blick auf das Schatzhaus genießen zu können, gehen wir seitlich den Berg hinauf. Hier befindet sich ein kleines Plateau, von dem wir einen atemberaubenden Blick auf dieses faszinierende Bauwerk haben.

Wohnungsbesichtigung bis zur Fassadenstraße

Auf unserer Entdeckungstour tauchen wir tiefer in die Welt der Nabatäer ein und betreten die erste Wohnung.

Der Eingang und das "Fenster" wurden durch Wind und Regen vergrößert.

In den schlichten und einfach wirkenden Wohnungen sind noch immer Feuerstellen zu erkennen. Einen wunderschönen Anblick bieten die verschiedenen Farben des Sandsteins. Hier wäre keine weitere Dekoration notwendig.

Vom Berg aus nähern wir uns der Fassadenstraße. Wir treten auf einen großen Felsen und der Ausblick ist großartig.
Das Theater liegt eingebettet und harmonisch zwischen den Wohnungen und lässt uns in eine längst vergangene Ära eintauchen.

Nun sind wir im Zentrum der Stadt. Am Ende des Hauptweges (Kreuzung Säulenstraße), gegenüber des Theaters, befinden sich 4 wundervolle, nebeneinander liegende Gräber. Ihre prächtigen Fassaden und Verzierungen sind fesselnd.

Nicht nur von Außen können die monumentalen Bauten betrachtet werden. Es ist empfehlenswert auch einen Blick hinein zu werfen und sich in eine andere Zeit führen zu lassen.

Eine kleine Pause

Nach so vielen faszinierenden Eindrücken gönnen wir uns eine Pause in einem Café an der Fassadenstraße und genießen einen sehr guten türkischen Kaffee.

Gegen 14:00 Uhr brennt die Sonne so stark, dass wir uns auf den Weg zurück ins Hotel machen. Vom Besucherzentrum „fallen“ wir nur noch ins Hotel und sind übermannt von den Eindrücken des ersten Tages... und das war noch nicht einmal die Hälfte der Felsenstadt Petra.

Checkliste:
– Guide
– Tickets
– Bargeld evtl. Trinkgeld
– Sonnencreme
– Kopfbedeckung
– bequeme Schuhe
– Wasser und kleine Snacks (Getränke und Snacks können auch auf dem Gelände gekauft werden)
– Kamera

Wanderung von Klein Petra in die Felsenstadt Petra

Am Morgen werden wir um 8:00 Uhr von unserem Guide und einem Fahrer abgeholt.
Mit einem Geländewagen fahren wir nach Klein Petra, die auch als die „kleine Schwester“ von Petra bekannt ist.

Klein Petra

Diese „Kleinstadt“ versprüht Charme. Hohe Felsen ragen links und rechts in den Himmel. In diesen sind Höhlen und Treppen, die in mögliche Wohnungen führen, zu erkennen. Über kleine und recht rutschige Stufen gehen wir einen Felsen hinauf und erkunden voller Spannung die kleinen Höhlen.

Empfohlenes Schuhwerk für den Tag
Turnschuhe oder bequeme Schuhe mit gutem Profil

Unser Guide möchte uns einen ganz besonderen Ort zeigen. Um dorthin zu gelangen, gehen wir eine recht steil aussehende "Treppe" hinauf und zu guter Letzt klettern wir durch eine Schlucht ... es sieht schlimmer aus als es ist.  Ein hohes Maß an Fitness ist NICHT notwendig.

Wir erreichen einen kleinen Aussichtspunkt. Ich kann sagen, die "Kletterpartie" hat sich gelohnt. Die Berge leuchten in der Morgensonne golden und erheben sich fast schützend um Klein Petra.

Die Wanderung

Gegen 9:00 Uhr fahren wir von Klein Petra mit dem Geländewagen zu unserem Ausgangspunkt für unsere Wanderung. Auf der Fahrt werden wir ordentlich durchgeschaukelt. Bevor wir starten, legen wir unsere Tickets und Reisepässe an einem Checkpoint vor.

Der Aufstieg beginnt über viele Stufen den Berg hinauf. Dankbar über die Schatten spendenden Berge erklimmen wir Stufe um Stufe.
Die Mühen des Aufstiegs lohnen sich, der Ausblick auf die Berge ist fesselnd.

In dieser imposanten Kulisse wirken wir Menschen doch ganz klein.

Auf halber Strecke zur Felsenstadt Petra ist ein kleines Café mit Souvenirstand. Wir machen eine Pause und wie sollte es anders sein, natürlich mit türkischem Kaffee.

Wer eine Pause machen möchte, sollte dies in diesem Café tun. Der Kaffee ist empfehlenswert. Es werden auch kalte (alkoholfreie) Erfrischungsgetränke angeboten.
Das nächste Café ist ca. 1h entfernt, am Kloster.

Gestärkt und neugierig auf das was noch kommt, setzen wir zu unserer letzten Etappe an.
Die Sonne steht langsam höher und der Temperaturanstieg wird spürbar.
Wir wandern weiter und sind ganz beeindruckt von Schönheit der schroffen Berge. Die verschiedensten Nuancen lassen diese facettenreiche Landschaft erstrahlen.

Zurück in der Felsenstadt Petra

Nach knapp 2h Wanderung und wunderschönen Eindrücken biegen wir um eine Ecke und da ist es – das Kloster, imposant und beeindruckend wurde es mit vielen Details in den Felsen gehauen. Schon von Weitem ist zu erkennen, dass dies ein Meisterwerk der Nabatäer ist.
Nun sind es nur noch wenige Minuten bis wir das Kloster von Nahem betrachten können.

Für einen schönen Rund-um-Blick auf das Kloster, muss man die gegenüberliegenden Berge hinaufgehen. Der Weg ist ausgewiesen.

Das Kloster

... liegt am Rande der Felsenstadt Petra und ist von Bergen umringt. Der Anblick des Klosters ist atemberaubend. Es ist eine größere Version des Schatzhauses und wunderschön.
Aufgrund der wenigen Touristen haben wir einen unverstellten Blick auf dieses beeindruckende Bauwerk. Währenddessen genießen wir unseren türkischen Kaffee und Snacks im Café gegenüber.

Das Kloster (auf arabisch: Ad Deir) wurde im 1 Jh. n. Chr. gebaut. Im Jahre 2004 entdeckten Forscher einige Steinbänke und vermuten seitdem, dass das Kloster nicht als solches genutzt wurde, sondern als Mausoleum eines Herrschers diente.

Mittlerweile ist es 12:00 Uhr, gut gestärkt laufen wir die Treppen herunter in Richtung "Zentrum" (Fassadenstraße, Theater) und sind froh, am Morgen den Weg über die Berge genommen zu haben... jetzt müssen wir nur noch bergab laufen.
Uns kommen viele Touristen entgegen. Ihnen ist die Anstrengung des Treppensteigens und der Wärme deutlich anzusehen.
Esel, die Touristen auf ihren Rücken transportieren, kreuzen unseren Weg und ein Souvenirstand reiht sich an den nächsten.

Säulenstraße

Die Säulenstraße war einst die Hauptverkehrsachse in Petra.

Wer fühlt sich bei diesem Anblick nicht an Rom erinnert? Die Einflüsse der römisch/griechischen Architektur werden hier wieder sichtbar.

Auf der Säulenstraße sind die Überreste eines Tempels auszumachen. Das Dach des Tempels wurde von den ursprünglich 15 Meter hohen Säulen getragen. Über die Treppen gelangen Besucher in den einstigen Tempelbereich.

Ein einzelnes Haus am Rande der Säulenstraße. Wie ungewöhnlich. Alle bisher gesehenen Gebäude sind direkt aus dem Fels geschlagen.
Wir schauen auf unseren Plan und stellen fest, dass wir am „Mädchenschloss“ angekommen sind.
Das Gebäude hat seinen Namen von den ansässigen Beduinen erhalten "Qasr Al-Bint" (Palast der Pharaotochter oder Mädchenschloss).
Von Außen können wir noch Stufen erkennen, diese sollen ins Innere der Tempelanlage mit 3 Altären geführt haben.

Qasr al-Bint (Mädchenschloss oder Palast der Pharaonentochter) war der wichtigste Tempel in Petra und wurde um 30 v. Chr. erbaut, als eine Widmung an die nabatäischen Götter.

Die Hitze macht uns langsam zu schaffen und wir entschließen uns, schweren Herzens, zum Hotel zurückzugehen: vorbei an den prächtigen Fassaden der Gräber, am Theater und dem Schatzhaus.

Zurück im Hotel lassen wir die letzten 2 Tage Revue passieren und sind noch immer überwältigt von den Eindrücken in der Felsenstadt Petra.

Checkliste
– Tickets
– Guide
– Bargeld evtl. Trinkgeld
– Sonnencreme
– Kopfbedeckung
– bequeme Schuhe
– Wasser und kleine Snacks (Getränke und Snacks können auch auf dem Gelände gekauft werden)
– Kamera

TIPP! Bäckerei: AL-Janoub sweetes

Vor der Abreise sollte die Bäckerei „AL-Janoub sweetes“ aufgesucht werden.
Diese befindet sich in Richtung Zentrum auf der linken Seite von der Felsenstadt Petra kommend.
Hier gibt es fantastisches arabisches Gebäck, ein absoluter Gaumenschmaus. Es werden bereits kleine gemischte „Platten“ angeboten. Um das Gebäck transportfähig einzupacken, bekommt die Platte noch einen „Deckel“ und wird mit Frischhaltefolie eingewickelt. Falls es nicht schon vor der Abreise aufgegessen wird – eine Platte hat es leider nicht nach Hause geschafft - hält das Gebäck gute 4 Wochen und verlängert den Urlaub.

Fazit

Wer in Jordanien ist, sollte sich unbedingt die Zeit nehmen die Felsenstadt Petra zu besuchen und eine Wanderung von Klein Petra in die Felsenstadt Petra zu machen. Die 2 Tage waren sehr beeindruckend und faszinierend.
Je nach Wetterlage sind 2-3 Tage für alle Aktivitäten empfehlenswert. Die Temperaturen waren bei uns über 30 Grad. Aus diesem Grund konnten wir keinen ganzen Tag in der Felsenstadt verbringen, um noch mehr erkunden zu können.
Ein Guide sollte ein "Must Have" sein, um mehr über die interessanten Details zur Geschichte und der Felsenstadt zu erfahren. Wir würden die Felsenstadt jederzeit wieder besuchen.

Canyoning in Wadi Mujib und die geheimnisvolle Kreuzritterburg in Kerak

September 2019

Der heutige Tag steht im Zeichen von Abenteuer und Spaß in Wadi Mujib und einer geheimnisvollen Erkundungstour in der Kreuzritterburg in Kerak.

Sehenswürdigkeit & Eintrittspreis
Wadi Mujib - Siq Trail
Canyon-Wanderung
21 JD / ca. 27€ p.P.
Kerak - die Kreuzritterburg
2 JD / ca. 2,70 € p.P.
inkl. Eintritt für Museum

Was für ein Start in den Tag, um 10:00 Uhr fahren wir los und folgen der Küstenstraße nach Süden.
Bis zu unserem Ziel werden wir vom Toten Meer begleitet.
Auch heute Morgen zeigt sich das Wasser und die Sonne von der schönsten Seite.

Canyoning in Wadi Mujib

Die Sonne scheint und es ist warm, der perfekte Tag für eine Canyoning Tour im „Grand Canyon“ von Jordanien.
Nach knapp 30 Minuten Fahrt taucht auf der linken Seite ein großer Parkplatz auf, Wadi Mujib.

Canyoning Tour
Preis21 JD / ca. 27€ p.P. (ohne Guide)
Tour1. April – 31. Oktober
mit oder ohne Guide
mit "Grundfitness" kein Guide notwendig
Start der Tour8:00 - 15:00 Uhr
Dauer2-3 Stunden (mit Pausen)
AnforderungMindestalter: 18 Jahre
schwimmen können
mindestens "Grundfitness"
mehr InformationenLink zur Canyoning Tour
Hinweis für die TourSeile und Leitern sind zur Hilfe an Felsen befestigt.
An einigen Stellen sitzen Guides, die helfen, das Hindernis zu bewältigen.
Die Tour ist NICHT gefährlich und verbunden mit Spaß und ein bisschen Adrenalin.

Gut vorbereitet mit Badeschuhen, Badesachen, kurzer dünner Shorts, T-Shirt und Action Cam betreten wir den Eingangsbereich. Nach einer kurzen Anmeldung mit Sicherheitshinweisen kann es losgehen.

Da wir bereits gut ausgerüstet sind, ziehen wir nur noch die Schwimmwesten an.

Über einen Steg gehen wir zu einer Leiter, die nach unten in den Canyon führt.
Nun stehen wir knöcheltief im glasklaren Wasser. Links und rechts erheben sich beeindruckende Gesteinsformationen. Obwohl es sehr schattig im Canyon ist, sind wir überrascht, wie angenehm warm das Wasser ist.

Einige Minuten später kommt die erste Herausforderung: ein kleiner Wasserfall. Wir müssen auf die linke Seite, um unseren Weg fortsetzen zu können … Marco greift nach dem gespannten Seil, großer Schritt und zack, das erstes Hindernis ist geschafft. Es sieht ganz einfach aus. Nun greife ich das Seil, der Puls beschleunigt sich schon ein bisschen. Einen großen Schritt und auch ich bin auf der anderen Seite.

Glücklich, das erste Hindernis geschafft zu haben, waten wir gegen den Strom durchs Wasser.
Unser Ziel klar von Augen, der Wasserfall - es soll eine Stunde dauern, um dorthin zu gelangen ... wir hangeln uns gegen den Strom, durch und über den Fluss, klettern kleinere Wasserfälle hoch, machen immer wieder Pause, um andere Leute passieren zu lassen. Und dann, knapp eine Stunde später nach dem Start, hören wir das Rauschen des Wassers, biegen um die Ecke und da ist er - der Wasserfall, wir haben es geschafft. Das Glücksgefühl ist unbeschreiblich.

Nach einer Pause steht nun der Rückweg an. Jetzt bekommen die Schwimmwesten ihren Einsatz. Wir lassen uns mit dem Strom treiben und die prächtigen Gesteinsformationen ziehen an uns vorüber.

Schnell sind wir an einem der letzten Wasserfälle angekommen und bekommen vom Guide das Zeichen, den Wasserfall als Rutsche zu benutzen. Marco nimmt als erster Platz und rutscht los. Es sieht nach Spaß aus.
Ich nehme ebenfalls Platz, auch hier beschleunigt sich der Puls wieder ... und los. Was für ein Spaß, nun können wir es kaum erwarten, zu den anderen Wasserfällen zu kommen und diese herunter zu rutschen.

Nach etwa 2 Stunden sind wir vollgepumpt mit Glücksgefühlen und Adrenalin wieder am Ausgangspunkt.
In den Umkleidekabinen ziehen wir uns um und setzen unsere Tour fort:

nächster Halt Kerak - die Kreuzritterburg

Checkliste
– Badeschuhe
– Badesachen
– nach eigenem Wohlbefinden leichte Kleidung (Shorts /T-Shirt / Top)
– Handtuch
– Wasser
– Wasserdichte Kamera
– Wechselkleidung, es gibt Umkleidekabinen und Toiletten
Brillen-/ Kontaktlinsen-Trägern würde ich eine Taucherbrille oder Ähnliches empfehlen, an einigen Stellen ist das Wasser recht stark und wir haben eine Brille den Fluss schwimmen sehen

Kerak: die Kreuzritterburg

Noch immer voller Glücksgefühle aufgrund des aktiven und aufregenden Vormittages fahren wir nun knapp 1 Stunde bis zur Kreuzritterburg in Kerak.
Das Tote Meer begleitet uns noch ein kleines Stück bis wir nach Osten ins Landesinnere abbiegen.
Wir fahren viele Serpentinen durch die Berge und genießen die beeindruckende Schönheit der Natur und Täler. Noch auf dem Weg nach oben sehen wir die Burg auf einem Felsvorsprung thronen.
Wir erahnen bereits, wie wunderschön die Aussicht von dort oben sein muss.

In Kerak angekommen betreten wir die Burg und werden automatisch von der wunderschönen Aussicht über die Berge und Täler angezogen.

Wir durchqueren ein Labyrinth aus langen, unterirdischen, dunklen und teilweise romantisch beleuchteten Gängen und Räumen. Die gewölbten Decken einiger Gemäuer erinnern an einen Weinkeller.

Auf der Entdeckungstour kann der Fantasie freien Lauf gelassen werden, wie es hier wohl früher mal gewesen sein muss...

Nach so vielen Eindrücken und Erlebnissen melden sich die Mägen.
Khaled – unser Fahrer – fährt etwas abseits der Burg mit uns zu einem kleinen Restaurant, um Shawarma zu holen, soooo lecker.

Gestärkt fahren wir noch ca. 2 Stunden bis nach Petra.

Checkliste
– Kleidung die Knie und Schultern bedecken
– Sonnencreme
– Kamera
– „Sea Band“ gegen Reisekrankheiten jeder Art (Fahrt durch die Serpentinen)

Fazit

Dieser Tag war grandios!
An alle, die ein kleines bisschen Abenteuer und Adrenalin im Urlaub suchen: macht die Canyoning-Tour in Wadi Mujib. Diese ist mit so viel Spaß und tollen Erinnerungen verbunden.
Bei der Kreuzritterburg war ich mir erst nicht sicher, ob wir diesen Ausflug nicht hätten streichen sollen. Doch dann war ich froh, es NICHT getan zu haben. Die Erkundungstour durch die alten und faszinierenden Gemäuer der Kreuzritterburg waren wunderbar.

Madaba – Berg Nebo – Totes Meer

September 2019

Ein Tag voller Highlights erwartet uns heute. Wir tauchen in eine beeindruckende Welt der Künste ein, werden auf den Spuren Moses wandeln und uns auf dem Toten Meer treiben lassen.

Sehenswürdigkeit & Eintrittspreis
Madaba 1 JD / ca. 1,30 € p.P.
Die Stadt der Mosaike & St.-Georgs-Kirche
Berg Nebo2 JD / ca. 2,70 € p.P.
Totes MeerHotelübernachtung

Madaba, die Stadt der Mosaike

Nach unserem ersten eindrucksvollen Tag in Amman sind wir gespannt was wir heute erleben dürfen und brechen am Morgen mit Khaled gegen 8:00 Uhr auf. Nach ungefähr 40 Minuten Fahrt erreichen wir über Seitenstraßen einen Parkplatz im Stadtzentrum Madabas. Dieser erweckt zunächst den Anschein, zu einem Schulgelände zu gehören. Wie sich herausstellt, befindet sich dahinter unser eigentliches Ziel:
die „St.-Georgs-Kirche“, erbaut im 19. Jahrhundert.

In dieser griechisch-orthodoxen Kirche wird deutlich, warum Madaba „die Stadt der Mosaike“ genannt wird. Es ist eindrucksvoll, welche Kunstwerke mit Mosaiken hergestellt werden können. Besonders hervorzuheben sind hier die Landkarten.

Berg Nebo

Aufgrund der kurzen Fahrtzeit mit ca. 20 Minuten von Madaba zum Berg Nebo gönnen wir uns einen „türkischen Kaffee“ in einem kleinen unscheinbaren Straßenkaffee.

Am Berg Nebo angekommen, strömen wir mit einigen anderen Touristen durch den Eingang.
Von hier soll Moses über das gelobte Land geschaut haben.

Der Ausblick in das Jordantal erstreckt sich bis hin zum Toten Meer und am Horizont können wir Israel bereits ausmachen. Ringsherum beeindruckt eine weitreichende Landschaft mit wunderschönen Sand- und Grüntönen. Einfach sagenhaft!

Eine Kirche des katholischen Franziskanerordens befindet sich ebenfalls auf dem Gelände. Es lohnt sich einen Blick ins Innere des Gotteshauses zu werfen. Neben den beeindruckenden Mosaik-Kunstwerken können auch Ausgrabungsstellen bestaunt werden.

Totes Meer, einfach mal treiben lassen

Weiter geht's auf unserer Reise, um eines der spektakulärsten Naturerlebnisse genießen zu dürfen.
Das Tote Meer!

Laut Definition ist das Tote Meer ein abflussloser See und der tiefgelegensten Punkt der Erdoberfläche.
Nach ca. 30 Minuten Fahrt vom Berg Nebo kommen wir im Dead Sea Spa Hotel an.

Schon bei der Ankunft nehmen wir die salzige Luft wahr. Die Sonne glitzert auf dem Blau der Wasseroberfläche und wir können es kaum erwarten, uns treiben zu lassen.

Nahezu schwebend lassen wir uns ins erfrischende Nass der See gleiten und spüren die pure Entspannung.

Achtet unbedingt auf Folgendes
Wichtige Infos und EmpfehlungenSalzgehalt von ca. 30%
Mittelmeer im Vergleich ca. 4%
Hoher Salzgehalt entzieht dem Körper Wasser
Maximal empfohlene Badezeit: 30 Minuten pro Tag
KEIN Wasser aus dem Toten Meer schlucken oder trinken
Sich NICHT kopfüber ins Wasser stürzen
LANGSAME Bewegungen im Wasser ausführen
Nicht vergessenReichlich "ungesalzenes" Wasser trinken
Nach dem Baden abduschen
Badeschuhe tragen

Nach dem Bad im Toten Meer fühlt sich die Haut an, als wäre diese von einem seidigen Film überzogen. So schön dieses Gefühl auch ist ...

…wir müssen unsere Haut von dem Salz befreien und nutzen die zur Verfügung stehenden Duschen. Anschließend trinken wir viel Wasser. Der hohe Salzgehalt des Toten Meeres scheint unserem Körper spürbar Wasser zu entziehen.

Nun gönnen wir uns die nächste kostenlose Wellnessbehandlung und reiben uns mit dem für die Region bekannten Schlamm ein. Dieser macht die Haut so weich und zart… und der Spaß-Faktor ist hoch.

Checkliste
– Sonnencreme
– Badesachen
– Badeschuhe
– reichlich Wasser
– für den Besuch der Kirche, angemessene Kleidung – Schulter und Knie bedecken
– Kamera

Fazit

Dies war ein perfekter Tag. Wir konnten Einblicke in eine unglaubliche Kunst gewinnen und Gemälde aus Mosaik bestaunen, auf den Spuren Moses wandeln und uns auf dem Toten Meer treiben lassen.
Es war eine gute Entscheidung bereits um 8:00 Uhr zu starten. Wir hatten Zeit, um diese wunderbaren Orte auf uns wirken zu lassen und waren dennoch um 13:00 Uhr im Hotel.