Petra – eine atemberaubende Felsenstadt

September 2019

In den kommenden 2 Tagen tauchen wir in die Welt der Nabatäer ein. Wir erfahren mehr über die Geschichte, Kultur und Natur des Landes. Bei einer Wanderung erkunden wir die einzigartige Gegend der Felsenstadt Petra.

Eintrittspreise Felsenstadt Petra (Stand 2019)
1 Tag50 JD / ca. 65 € p.P.
2 Tage55 JD / ca. 72 € p.P.
3 Tage60 JD / ca. 78 € p.P.
Tagestouristen90 JD / ca. 117€ p.P.
HinweisZum Erhalt der Felsenstadt Petra sollte jeder Besucher darauf achten, keinen Müll zu hinterlassen und rücksichtsvoll mit dem Weltkulturerbe umzugehen.
WC's, Restaurants und Cafés sind vorhanden
Empfohlener Aufenthalt2 Tage mit Guide
Wanderung von Klein Petra
in die Felsenstadt Petra
Link zu Anbietern

Felsenstadt Petra

An einer der ältesten Handelsrouten des Orients liegt der wohl bekannteste Ort Jordaniens, die Felsenstadt Petra. Dieser geheimnisvolle Ort gehört zu den 7 neuen Weltwundern.
Petra wird automatisch mit einem bestimmten Film in Verbindung gebracht– „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“. Doch dieser sagenumwobene Ort ist mehr als nur eine Filmkulisse und besteht nicht nur aus einer Schlucht und dem Schatzhaus.

Geschichte

1 Jahrtausend vor Christus kamen die Nabatäer aus dem Jemen ins Ost-Jordanland und überfielen Karawanen, die ihre Waren durch die Wüste zum Mittelmeer transportierten.
Mit dem Angebot, den Karawanen Begleitschutz zu bieten, war eine neue lukrative Geschäftsidee geboren und der Handel mit Waren begann. So besiedelten die Nabatäer das Gebiet um 500 v. Chr. und errichteten Petra als ihre Hauptstadt mit Palästen – für die Könige Aretas I-IV, Tempeln, Grabmälern und Wohnungen.
Das Gebiet war ein Knotenpunkt und wichtiger Handelsplatz der Weihrauchstraße.
Waren wie Weihrauch, Myrrhe und Gewürze (Safran, Pfeffer und Zimt) wurden transportiert.
Zur Blütezeit von Petra lebten ungefähr 20.000 Menschen in der Stadt.

Um 85 v. Chr. eroberten die Nabatäer Damaskus und belagerten anschließend Jerusalem. Das römische Imperium schlug zurück und machte das Königreich zu einer römischen Provinz. Die einst so wichtige Handelsstadt verlor an Bedeutung. Handelsstädte wie Palmyra in Syrien machten Petra im 3. Jh. n. Chr. zusätzlich Konkurrenz.
Bis heute ist nicht eindeutige geklärt, warum Petra zurückgelassen wurde. Mehrere Erdbeben sowie der Rückgang des Handels könnten eine Ursache sein.

Die Stadt galt als fast vergessen, bis der Schweizer Johann Ludwig Burckhardt im Jahr 1812 diesen Ort neu entdeckte. Die ersten Ausgrabungen fanden 1929 statt und dauern bis heute an. Man vermutet, dass erst 2% der Felsenstadt Petra ausgegraben wurden. Noch heute zeigt dieser Ort den Forschern Rätsel auf und gilt nicht umsonst als sagenumwoben.

1. Tag in der Felsenstadt Petra

Unser Hotel „Petra Guest House“ liegt direkt am Eingang des Besucherzentrums. Um 9:00 Uhr betreten wir mit unserem Guide und einer Vielzahl Touristen die Felsenstadt Petra.

Ein langer breiter Weg schlängelt sich in Richtung Schlucht. Felsen säumen den Weg und leuchten in der Morgensonne golden. Von Weitem können wir bereits Umrisse einer Fassade und Löcher in Felsen erkennen. Gebannt lauschen wir auf unserem Weg den Geschichten unseres Guides.

Links und rechts tauchen die ersten Grabstätten und Wohnungen der Nabatäer auf. Wir bleiben stehen, um mehr über die Geschichte und Architektur zu erfahren, die im harmonischen Einklang mit der Natur wiederzufinden ist.

Die Nabatäer trieben Handel mit den Griechen. Auch in ihrer Bauweise wird der Einfluss des antiken griechischen Baustils sichtbar.

Grabstätte

Wohnung

Keine Lust zu laufen

Unterwegs wird uns immer wieder angeboten, unseren Weg auf dem Rücken eines Kamels, Esels oder Pferdes zurückzulegen, doch wir lehnen dankend ab.

Für Interessierte ist zu beachten
Die Touren sind meistens kürzer als angeboten!

PferdEingang Besucherzentrum bis zum Eingang der Schlucht
KutschenEingang Besucherzentrum bis zum Schatzhaus
KameleQasr Al-Bint (Mädchenschloss) bis zum Schatzhaus
Eselnach Vereinbarung

Die berühmte Schlucht zum Schatzhaus

Wir erreichen eine Schlucht. Die Gesteinsformationen ragen zu beiden Seiten majestätisch empor.
Im Gestein der Felsen werden wir auf Einkerbungen aufmerksam gemacht, der Transportweg des Wassers. Die Nabatäer waren Experten im Umgang mit Wasser. Sie kanalisierten und sammelten dieses für den täglichen Bedarf. Außerdem wurde das Wasser umgeleitet, um Überflutungen zu vermeiden.

Die Schlucht verengt sich und ist nur noch ungefähr 2 Meter breit.
Wir haben nun die engste Stelle in Petra erreicht. 

Petra war nur über diese Schlucht zugänglich und somit uneinnehmbar.
 Zwischen den Felsen sehen wir etwas aufleuchten, das Schatzhaus.
Die Sonne lässt das Gebäude in den schönsten Goldtönen erstrahlen.

Das Schatzhaus

... wird auch "das Schatzhaus des Pharao" genannt. Lange Zeit wurde vermutet, dass an diesem Ort ein Goldschatz liegen würde. So ist dieses Bauwerk zu seinem Namen gekommen. Ein Schatz wurde leider nie gefunden. Weitere Forschungen haben gezeigt, dass dies ein Mausoleum für eine der nabatäischen Königsfamilien ist.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entdeckten Forscher die in Sandstein gehauene Fassade (40 Meter hoch und 28 Meter breit), dessen Ornamente der römischen Architektur ähnlich sind. Die Römer hatten das Gebiet 106 n. Chr. annektiert.  Es wurde angenommen auf Überreste der antiken römischen Zeit gestoßen zu sein. Bei genauerer Betrachtung sind römische und griechische Motive zu erkennen. Allerdings können weitere Motive sowie die Giebel und Reliefs nicht der römisch/griechischen Architektur zugeordnet werden. Noch heute wirft das Schatzhaus viele Fragen auf.

Wie „Indiana Jones“ können wir das Schatzhaus leider nicht erkunden, das aus einem großen Raum und 3 kleinen leeren Kammern bestehen soll. Dafür erfahren wir mehr über die Architektur und die Theorien zur Bedeutung der Säulen und Verzierungen. Diese könnten zum Beispiel einen Kalender darstellen.

Um einen unverstellten Blick auf das Schatzhaus genießen zu können, gehen wir den gegenüberliegenden Berg hinauf. Hier befindet sich ein kleines Plateau, von dem wir einen atemberaubenden Blick auf dieses faszinierende Bauwerk haben.

Wohnungsbesichtigung bis zur Fassadenstraße

Wir laufen nun abseits der Wege und "wandern" auf einem der Felsen entlang. Auf unserer Entdeckungstour tauchen wir tiefer in die Welt der Nabatäer ein und betreten die erste Wohnung.

Der Eingang und das "Fenster" wurden durch Wind und Regen vergrößert.

In den schlichten und einfach wirkenden Wohnungen sind noch immer Feuerstellen zu erkennen. Einen wunderschönen Anblick bieten die verschiedenen Farben des Sandsteins. Hier wäre keine weitere Dekoration notwendig.

Vom Berg aus nähern wir uns der Fassadenstraße. Wir treten auf einen großen Felsen und der Ausblick ist großartig.
Das Theater liegt eingebettet und harmonisch zwischen den Wohnungen und lässt uns in eine längst vergangene Ära eintauchen.

Nun sind wir im Zentrum der Stadt. Am Ende des Hauptweges (Kreuzung Säulenstraße), gegenüber des Theaters. Hier befinden sich 4 wundervolle, nebeneinander liegende Gräber. Ihre prächtigen Fassaden und Verzierungen sind imposant und faszinierend.

Nicht nur von außen können die monumentalen Bauten betrachtet werden. Es ist empfehlenswert auch einen Blick hineinzuwerfen und sich in eine andere Zeit führen zu lassen.

Eine kleine Pause

Nach so vielen faszinierenden Eindrücken gönnen wir uns eine Pause in einem Café an der Fassadenstraße und genießen einen sehr guten türkischen Kaffee.

Gegen 14:00 Uhr brennt die Sonne so stark, dass wir uns auf den Weg zurück ins Hotel machen. Vom Besucherzentrum „fallen“ wir nur noch ins Hotel und sind übermannt von den Eindrücken des ersten Tages... und das war noch nicht einmal die Hälfte der Felsenstadt Petra.

2. Tag in der Felsenstadt Petra

Das Kloster

Nach einer 2h-stündigen Wanderung von Klein Petra in die Felsenstadt Petra erreichen wir das Kloster. Umringt von Bergen ist der Anblick dieses Bauwerks atemberaubend. Es ist eine größere Version des Schatzhauses und wunderschön.

Das Kloster (auf arabisch: Ad Deir) wurde im 1 Jh. n. Chr. gebaut. Im Jahre 2004 entdeckten Forscher einige Steinbänke und vermuten seitdem, dass das Kloster nicht als solches genutzt wurde, sondern als Mausoleum eines Herrschers diente.

Aufgrund der wenigen Touristen haben wir einen unverstellten Blick auf dieses beeindruckende Bauwerk. Währenddessen genießen wir unseren türkischen Kaffee und Snacks im Café gegenüber.

Mittlerweile ist es 12:00 Uhr, gut gestärkt laufen wir die Treppen herunter in Richtung "Zentrum" (Fassadenstraße, Theater) und sind froh, am Morgen den Weg über die Berge genommen zu haben... jetzt müssen wir nur noch bergab laufen.
Uns kommen viele Touristen entgegen. Ihnen ist die Anstrengung des Treppensteigens und der Wärme deutlich anzusehen.
Esel, die Touristen auf ihren Rücken transportieren, kreuzen unseren Weg und ein Souvenirstand reiht sich an den nächsten.

Säulenstraße

Die Säulenstraße war einst die Hauptverkehrsachse in Petra.

Wer fühlt sich bei diesem Anblick nicht an Rom erinnert? Die Einflüsse der römisch/griechischen Architektur werden hier wieder sichtbar.

Auf der Säulenstraße sind die Überreste eines Tempels auszumachen. Das Dach des Tempels wurde von den ursprünglich 15 Meter hohen Säulen getragen. Über die Treppen gelangen Besucher in den einstigen Tempelbereich.

Ein einzelnes Haus am Rande der Säulenstraße. Wie ungewöhnlich. Alle bisher gesehenen Gebäude sind direkt aus dem Felsen geschlagen.
Wir schauen auf unseren Plan und stellen fest, dass wir am „Mädchenschloss“ angekommen sind.
Das Gebäude hat seinen Namen von den ansässigen Beduinen erhalten "Qasr Al-Bint" (Palast der Pharaotochter oder Mädchenschloss).
Von außen können wir noch Stufen erkennen, diese sollen ins Innere der Tempelanlage mit 3 Altären geführt haben.

Qasr al-Bint (Mädchenschloss oder Palast der Pharaonentochter) war der wichtigste Tempel in Petra und wurde um 30 v. Chr. erbaut, als eine Widmung an die nabatäischen Götter.

Die Hitze macht uns langsam zu schaffen und wir entschließen uns, schweren Herzens, zum Hotel zurückzugehen: vorbei an den prächtigen Fassaden der Gräber, am Theater und dem Schatzhaus.

Zurück im Hotel lassen wir die letzten 2 Tage Revue passieren und sind noch immer überwältigt von den Eindrücken in der Felsenstadt Petra.

In Petra gibt es noch viel mehr zu entdecken. Unsere 2 Tage in Petra haben leider nicht ausgereicht, um alles zu erkunden.

Checkliste:
– Guide
– Tickets
– Bargeld evtl. Trinkgeld
– Sonnencreme
– Kopfbedeckung
– bequeme Schuhe
– Wasser und kleine Snacks (Getränke und Snacks können auch auf dem Gelände gekauft werden)
– Kamera

TIPP! Bäckerei: AL-Janoub sweetes

Vor der Abreise sollte die Bäckerei „AL-Janoub sweetes“ aufgesucht werden.
Diese befindet sich in Richtung Zentrum auf der linken Seite von der Felsenstadt Petra kommend.
Hier gibt es fantastisches arabisches Gebäck, ein absoluter Gaumenschmaus. Es werden bereits kleine gemischte „Platten“ angeboten. Um das Gebäck transportfähig einzupacken, bekommt die Platte noch einen „Deckel“ und wird mit Frischhaltefolie eingewickelt. Falls es nicht schon vor der Abreise aufgegessen wird – eine Platte hat es leider nicht nach Hause geschafft - hält das Gebäck gute 4 Wochen und verlängert den Urlaub.

Fazit

Wer in Jordanien ist, sollte sich unbedingt die Zeit nehmen die Felsenstadt Petra zu besuchen und eine Wanderung von Klein Petra in die Felsenstadt Petra zu machen. Die 2 Tage waren sehr beeindruckend und faszinierend.
Je nach Wetterlage sind 2-3 Tage für alle Aktivitäten empfehlenswert. Die Temperaturen waren bei uns über 30 Grad. Aus diesem Grund konnten wir keinen ganzen Tag in der Felsenstadt verbringen, um noch mehr erkunden zu können.
Ein Guide sollte ein "Must Have" sein, um mehr über die interessanten Details zur Geschichte und der Felsenstadt zu erfahren. Wir würden die Felsenstadt jederzeit wieder besuchen.

Die geheimnisvolle Kreuzritterburg in Kerak

September 2019

Vom aufregenden Canyoning in Wadi Mujib fahren wir nun knapp 1 Stunde bis zur Kreuzritterburg in Kerak.
Das Tote Meer begleitet uns noch ein kleines Stück bis wir nach Osten ins Landesinnere abbiegen.
Unser Weg führt uns durch die Berge. Begleitet von vielen Serpentinen genießen wir die beeindruckende Schönheit der Natur und Täler. Noch auf dem Weg nach Kerak sehen wir die Burg auf einem Felsvorsprung thronen.
Wir erahnen bereits, wie wunderschön die Aussicht von dort oben sein muss.

Kerak - die Kreuzritterburg

Wie die meisten Burgen, hat auch diese eine sehr ereignisreiche Vergangenheit. Erbaut im Jahr 1142, war dieser Ort Schauplatz von verschiedenen Angriffen, Belagerungen und Schlachten. Über die Jahrhunderte wurde an der Burg gebaut: Gräben wurden erschaffen und vertieft, Türme hinzugefügt, Verteidigungsanlagen erweitert und verbessert. Die Burg wurde ein Verwaltungszentrum für Jordanien, eine Schatzkammer und hatte eine bedeutende militärische Streitmacht. Auch strategisch hatte diese Burg eine wichtige Bedeutung. Verschiedene Handelswege zur arabischen Halbinsel, nach Ägypten und Großsyrien verliefen über Kerak.

Eintritt
2 JD / ca. 2,70 € p.P. inkl. Eintritt für das Museum

In Kerak angekommen betreten wir die Burg und werden automatisch von der wunderschönen Aussicht über die Berge und Täler angezogen. Sandsteinfarbende Bergkuppen erheben sich in den Himmel. Grüne Felder und Dörfer sind in der Ferne auszumachen. Die kurvenreiche Straße, die uns zu unserem Ziel gebracht hat, schlängelt sich durch die erhabene Landschaft.

Dieser Ausblick war ein wunderbarer Auftakt. Wir schauen uns auf dem Gelände um und bestaunen die recht große Anlage mit ihren ehrwürdigen Mauern. Die Erkundungstour in den Ruinen dieser prächtigen Burg beginnt.

Dieser Ort ist wie ein großer Abenteuerspielplatz. Wir durchqueren ein Labyrinth aus langen, unterirdischen, dunklen und teilweise romantisch beleuchteten Gängen und Räumen. Die gewölbten Decken einiger Gemäuer erinnern an einen Weinkeller. Vermutlich wurden diese Räumlichkeiten als Wohnräume und Stallungen genutzt.

Auf der Erkundungstour kann der Fantasie freien Lauf gelassen werden, wie es hier wohl früher mal gewesen sein muss...

Nach so vielen Eindrücken und Erlebnissen melden sich die Mägen.
Khaled – unser Fahrer – fährt etwas abseits der Burg mit uns zu einem kleinen Restaurant, um Shawarma zu holen, soooo lecker.

Gestärkt fahren wir noch ca. 2 Stunden bis nach Petra.

Checkliste
– Sonnencreme
– Kamera
– „Sea Band“ gegen Reisekrankheiten jeder Art (Fahrt durch die Serpentinen)

Fazit

Bei der Kreuzritterburg war ich mir erst nicht sicher, ob wir diesen Ausflug nicht hätten streichen sollen. Doch dann war ich froh, dass wir uns FÜR diesen Ausflug entschieden haben. Die Erkundungstour durch die alten und faszinierenden Gemäuer der Kreuzritterburg waren wunderbar.

Canyoning in Wadi Mujib

September 2019

Der heutige Tag steht im Zeichen von Abenteuer und Spaß in Wadi Mujib und einer geheimnisvollen Erkundungstour in der Kreuzritterburg in Kerak.

Was für ein Start in den Tag, um 10:00 Uhr fahren wir los und folgen der Küstenstraße nach Süden.
Bis zu unserem Ziel werden wir vom Toten Meer begleitet.
Auch heute Morgen zeigt sich das Wasser und die Sonne von der schönsten Seite.

Canyoning in Wadi Mujib

Die Sonne scheint und es ist warm, der perfekte Tag für eine Canyoning Tour im „Grand Canyon“ von Jordanien.
Nach knapp 30 Minuten Fahrt taucht auf der linken Seite ein großer Parkplatz auf, Wadi Mujib.

Canyoning Tour
Preis21 JD / ca. 27€ p.P. (ohne Guide)
Tour1. April – 31. Oktober
mit oder ohne Guide
mit "Grundfitness" kein Guide notwendig
Start der Tour8:00 - 15:00 Uhr
Dauer2-3 Stunden (mit Pausen)
AnforderungMindestalter: 18 Jahre
schwimmen können
mindestens "Grundfitness"
mehr InformationenLink zur Canyoning Tour
Hinweis für die TourSeile und Leitern sind zur Hilfe an Felsen befestigt.
An einigen Stellen sitzen Guides, die helfen, das Hindernis zu bewältigen.
Die Tour ist NICHT gefährlich und verbunden mit Spaß und ein bisschen Adrenalin.

Gut vorbereitet mit Badeschuhen, Badesachen, kurzer dünner Shorts, T-Shirt und Action Cam betreten wir den Eingangsbereich. Nach einer kurzen Anmeldung mit Sicherheitshinweisen kann es losgehen.

Da wir bereits gut ausgerüstet sind, ziehen wir nur noch die Schwimmwesten an.

Über einen Steg gehen wir zu einer Leiter, die nach unten in den Canyon führt.
Nun stehen wir knöcheltief im glasklaren Wasser. Links und rechts erheben sich beeindruckende Gesteinsformationen. Obwohl es sehr schattig im Canyon ist, sind wir überrascht, wie angenehm warm das Wasser ist.

Einige Minuten später kommt die erste Herausforderung: ein kleiner Wasserfall. Wir müssen auf die linke Seite, um unseren Weg fortsetzen zu können … Marco greift nach dem gespannten Seil, großer Schritt und zack, das erstes Hindernis ist geschafft. Es sieht ganz einfach aus. Nun greife ich das Seil, der Puls beschleunigt sich schon ein bisschen. Einen großen Schritt und auch ich bin auf der anderen Seite.

Glücklich, das erste Hindernis geschafft zu haben, waten wir gegen den Strom durchs Wasser.
Unser Ziel klar von Augen, der Wasserfall - es soll eine Stunde dauern, um dorthin zu gelangen ... wir hangeln uns gegen den Strom, durch und über den Fluss, klettern kleinere Wasserfälle hoch, machen immer wieder Pause, um andere Leute passieren zu lassen. Und dann, knapp eine Stunde später nach dem Start, hören wir das Rauschen des Wassers, biegen um die Ecke und da ist er - der Wasserfall, wir haben es geschafft. Das Glücksgefühl ist unbeschreiblich.

Nach einer Pause steht nun der Rückweg an. Jetzt bekommen die Schwimmwesten ihren Einsatz. Wir lassen uns mit dem Strom treiben und die prächtigen Gesteinsformationen ziehen an uns vorüber.

Schnell sind wir an einem der letzten Wasserfälle angekommen und bekommen vom Guide das Zeichen, den Wasserfall als Rutsche zu benutzen. Marco nimmt als erster Platz und rutscht los. Es sieht nach Spaß aus.
Ich nehme ebenfalls Platz, auch hier beschleunigt sich der Puls wieder ... und los. Was für ein Spaß, nun können wir es kaum erwarten, zu den anderen Wasserfällen zu kommen und diese herunterzurutschen.

Nach etwa 2 Stunden sind wir vollgepumpt mit Glücksgefühlen und Adrenalin wieder am Ausgangspunkt.
In den Umkleidekabinen ziehen wir uns um und setzen unsere Tour fort:

nächster Halt Kerak - die Kreuzritterburg

Checkliste
– Badeschuhe
– Badesachen
– nach eigenem Wohlbefinden leichte Kleidung (Shorts /T-Shirt / Top)
– Handtuch
– Wasser
– Wasserdichte Kamera
– Wechselkleidung, es gibt Umkleidekabinen und Toiletten
Brillen-/ Kontaktlinsen-Trägern würde ich eine Taucherbrille oder Ähnliches empfehlen, an einigen Stellen ist das Wasser recht stark und wir haben eine Brille den Fluss schwimmen sehen

Fazit

Dieser Tag war grandios!
An alle, die ein kleines bisschen Abenteuer und Adrenalin im Urlaub suchen: macht die Canyoning-Tour in Wadi Mujib. Diese ist mit so viel Spaß und tollen Erinnerungen verbunden.

Totes Meer – einfach mal treiben lassen

September 2019

Totes Meer - einfach mal treiben lassen

Vom Berg Nebo geht unsere spannende Reise weiter, um eines der spektakulärsten Naturerlebnisse genießen zu dürfen.
Das Tote Meer!

Laut Definition ist das Tote Meer ein abflussloser See und der tiefgelegensten Punkt der Erdoberfläche.

Hotel

Nach ca. 30 Minuten Fahrt kommen wir im Dead Sea Spa Hotel an.
Schon bei der Ankunft nehmen wir die salzige Luft wahr. Die Sonne glitzert auf dem Blau der Wasseroberfläche und wir können es kaum erwarten, uns treiben zu lassen.

Wir sind etwas zu früh im Hotel und können noch nicht sofort unser Zimmer beziehen. Dennoch stellt uns das Hotel die Möglichkeit in Aussicht den Poolbereich zu nutzen. Dieses Angebot nehmen wir dankend an. Nach einem leichten Mittagessen an der Poolbar, beginnt die erste Entspannungsphase am Pool. Der Duft der salzigen Luft umfängt uns auch hier.

Wenig später können wir unser geräumiges Zimmer mit einer tollen Aussicht auf das Tote Meer beziehen.

Baden im Toten Meer

Nun sind wir bereit für das Tote Meer. Nahezu schwebend lassen wir uns ins erfrischende Nass der See gleiten. Wir sind überrascht, wie leicht wir an der Wasseroberfläche bleiben und spüren die pure Entspannung.

Achtet unbedingt auf Folgendes
Wichtige Infos und EmpfehlungenSalzgehalt von ca. 30%
Mittelmeer im Vergleich ca. 4%
Hoher Salzgehalt entzieht dem Körper Wasser
Maximal empfohlene Badezeit: 30 Minuten pro Tag
KEIN Wasser aus dem Toten Meer schlucken oder trinken
Sich NICHT kopfüber ins Wasser stürzen
LANGSAME Bewegungen im Wasser ausführen
Nicht vergessenReichlich "ungesalzenes" Wasser trinken
Nach dem Baden abduschen
Badeschuhe tragen

Nach dem Bad im Toten Meer fühlt sich die Haut an, als wäre diese von einem seidigen Film überzogen. So schön dieses Gefühl auch ist ...

…wir müssen unsere Haut von dem Salz befreien und nutzen die zur Verfügung stehenden Duschen. Anschließend trinken wir viel Wasser. Der hohe Salzgehalt des Toten Meeres scheint unserem Körper spürbar Wasser zu entziehen.

Nun gönnen wir uns die nächste kostenlose Wellnessbehandlung und reiben uns mit dem für die Region bekannten Schlamm ein. Dieser macht die Haut so weich und zart… und der Spaß-Faktor ist hoch.

Nach einigen Bädern im Toten Meer habe ich auch noch am Abend das Gefühl, meinen "Wasserhaushalt" wieder auffüllen zu müssen. Die Wasserflasche bleibt neben Marco meine Begleitung über den gesamten Abend, auch während des Essens im Hotel und der anschließenden Shisha.

Checkliste
– Sonnencreme
– Badesachen
– Badeschuhe
– reichlich Wasser
– Kamera

Fazit

Die Seele baumeln lassen, sich selbst eine Schlamm-Packung verpassen und das Gefühl auf der Wasseroberfläche zu schweben ist grandios und unvergesslich. Ein Aufenthalt im Dead Sea Spa Hotel AM und IM Toten Meer ist absolut empfehlenswert. An diesem Ort stellt sich das Gefühl, ein langes Wellness-Wochenende zu genießen, bereits nach einem Nachmittag ein.

Berg Nebo – auf den Spuren Moses

September 2019

Wir verlassen die Stadt Madaba - die Stadt der Mosaike. Aufgrund der kurzen Fahrtzeit von ca. 20 Minuten zum Berg Nebo gönnen wir uns einen „türkischen Kaffee“ in einem kleinen unscheinbaren Straßenkaffee. Der Kaffee ist köstlich.

Berg Nebo

Auf den Spuren Moses wandeln. Dieser Ort ist nicht nur geschichtsträchtig, sondern auch der Ausblick vom Berg Nebo in das Jordantal bis zum Toten Meer ist einfach sagenhaft und scheint grenzenlos zu sein.

Eintrittspreis
2 JD / ca. 2,70 € p.P.

Wir erreichen den Eingang am Berg Nebo. Die Sonne lacht vom blauen Himmel und eine wohlige Wärme umfängt uns.
Nachdem unsere Tickets kontrolliert wurden, strömen wir mit einigen anderen Touristen auf das Gelände und folgen einem gepflasterten Weg. Ein großer Felsbrocken "begrüßt" uns. Wie sich herausstellt ist der Felsbrocken in Denkmal. Von hier soll Moses über das gelobte Land geschaut haben, welches er selbst nie betreten haben soll.

Wir spazieren über das Gelände. Vereinzelt säumen Olivenbäume den Rand des Berges, der uns einen beeindruckenden Ausblick bietet. Die gänzlich unberührte Landschaft mit wunderschönen Sand- und Grüntönen erstreckt sich malerisch vor uns. Einfach sagenhaft!

Wir lösen uns von den Aussichtspunkten dieser wunderschönen Landschaft und betreten die Kirche des katholischen Franziskanerordens. Bunte und helle Farben erleuchten den Eingangsbereich, welche sich von dem Buntglasfenster über dem Eingang ausbreiten.

Neben den beeindruckenden Mosaik-Kunstwerken können auch Ausgrabungsstellen bestaunt werden. Es lohnt sich einen Blick ins Innere des Gotteshauses zu werfen.

Checkliste
– Wasser
– bequeme Schuhe
– Kamera

Fazit

Ein geschichtsträchtiger Ort mit einer atemberaubenden Landschaft laden den Besucher auf eine wunderbare Entdeckungsreise ein.