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Jordanien – mehr als nur Wüste

September 2019

Jordanien ist mehr als nur Wüste … es ist überraschend, beeindruckend und abwechslungsreich. Die Menschen sind so freundlich, dass das Wort „Gastfreundschaft“ hier noch einmal eine ganz neue Bedeutung bekommt.

Als wir - mein Mann und ich - unserem Umfeld berichteten, dass wir nach Jordanien reisen werden, waren die Reaktionen eher verhalten und mit Skepsis gesät.
Aufgrund der Nachbarländer liegt Jordanien geografisch gesehen in der heutigen Zeit nicht optimal. Nach dieser Reise können wir sagen, dass wir uns jeden Moment sicher und wohl gefühlt haben.
Nur wer selbst dort war, kann sich davon überzeugen, dass Jordanien ein Land zum Genießen und Entdecken ist.

Gut zu wissen

KontinentAsien
HauptstadtAmman
SpracheArabisch
Zeit+1 Stunde (MEZ)
Fläche89.342 km² (4x kleiner als Deutschland)
Einwohnerca. 10 Mio. (8-9x weniger als in Deutschland)
ReligionIslam ist die Staatsreligion, zu der sich über 90% der Jordanier bekennen,
ca. 5% zu christlichen Religionsgemeinschaften und ca. 2% zu anderen Religionen
WährungJordanischer Dinar (JD)

Eine Reise durch Jordanien

Wir sind ungefähr 4 Stunden von Berlin nach Amman geflogen.
Nachdem alle Einreiseformalitäten (Visum – auswärtiges Amt) erledigt waren, konnte unsere geführte Tour beginnen.

Hinweis
An 2 Stellen, kurz vor Petra und kurz vor Aqaba, gibt es Check-Points, hier werden der Pass und der kleine Zettel, den man bei der Einreise erhält, geprüft.

geführte Tour

Um soviel wie möglich vom Land sehen und genießen zu können, haben wir eine geführte Tour für uns Zwei mit Fahrer über die Agentur „evaneos“ gebucht und waren 9 Tage unterwegs.

Vorteil geringer Organisationsaufwand
Abholung vom Flughafen und Rücktransport
Organisierte Tour mit Sehenswürdigkeiten und Hotels
Erhalt von vielen Informationen über das Land und die Kultur
GruppenreisenOrganisation der Reiseroute mit Sehenswürdigkeiten und Hotels
Meistens etwas günstiger, da in größerer Gesellschaft gereist wird
individuell geführten TourenMehr Flexibilität:
Individuelle Planung der Reiseroute
Flexiblere Auswahl der Hotels
Abholung am Flughafen und Rücktransport
Spontane Stopps möglich
Häufig höhere Reisekosten als bei einer Gruppenreise, aber es lohnt sich!

Mietwagen-Tour

Eine Mietwagen-Tour ist vermutlich günstiger als eine geführte Tour.
Wer zeitlich flexibel ist oder einfach Lust hat selber durchs Land zu fahren, kann ohne weiteres eine Mietwagen-Tour machen.

Für eine Selbstfahrer-Tour ist der deutsche Führerschein im EU-Format ausreichend, dennoch ist es immer empfehlenswert einen internationalen Führerschein mit sich zu führen.

In Gesprächen mit Selbstfahrern, haben diese unseren Eindruck bestätigt: es fährt sich recht entspannt auf Jordaniens Straßen. Dennoch sollte unbedingt aufmerksam gefahren werden. Wie überall kann es zu spontanen Brems-, Abbiege- oder Überholmanövern kommen.
Zwischen dem Toten Meer und Wadi Rum soll die Auswahl an Tankstellen nicht allzu groß gewesen sein. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, das Auto zwischendurch zu betanken.
Eines der Paare hatte sich über den geringen Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs gewundert, bis sie aufgrund eines leeren Tanks in der Nähe von Wadi Mujib liegen geblieben sind - die Tanknadel hing fest. Glücklicherweise trafen sie auf freundliche Jordanier, die sie zur nächsten Tankstelle brachten.

Flugzeug

Wer wenig Zeit hat, aber die Region Amman und Aqaba genießen und erleben möchte, kann einen Inlandsflug buchen.

Kleidung

Die Staatsreligion in Jordanien ist der Islam, zu der sich über 90% der Jordanier bekennen.
Der westliche Kleidungsstil ist in den Straßen sichtbar, vor allem in den touristischen Regionen wie Aqaba, Petra, Wadi Mujib und Wadi Rum.
In Amman und in Kerak (Ritterburg) würde ich empfehlen, als westlicher Tourist die Schultern und Knie zu bedecken. Es gibt andere Erfahrungsberichte, dass das Tragen von Shorts in Amman kein Problem ist. Ich war froh, mich für ein langes Kleid und ein Tuch zum Bedecken meiner Schultern entschieden zu haben. In Aqaba, Petra, Wadi Mujib und Wadi Rum habe ich unter anderem Shorts, Tops und Blusen getragen.
In den Hotelanlagen ist das Tragen von Bikinis am Strand und Pool kein Problem.

Essen

Das Essen ist in Jordanien sehr lecker und abwechslungsreich. Die Auswahl an Fleisch- und Fischgerichten ist groß. Außerdem bietet die Küche viel Reis, Humus, Joghurt, verschiedene Salate, die sehr erfrischend sind, und und und. Das Shawarma und die Falafels sind ein Hochgenuss für die Sinne.
Für die Süßigkeiten-Fans unter uns – lasst euch das arabische Gebäck schmecken, ihr werdet es lieben. Genießt das Gebäck am besten mit einer Tasse „türkischen Kaffee“ oder Tee. Allen Nuss-/Mandelallergikern ist allerdings Vorsicht geboten.

Getränke

Außerhalb der Hotels oder im Wüstencamp werden Tee, Kaffee und andere alkoholfreie Getränke zur Erfrischung gereicht.

Probiert die Mince-Lemon-Lemonade, sehr lecker und erfrischend!!
„Türkischer Kaffee“ ein Genuss für Kaffeeliebhaber!!
In Aqaba gibt es „Liquor Shops“ in denen Wein, Bier und andere alkoholische Getränke erhältlich sind. Die Preise sind mit deutschen Preisen vergleichbar.

Mobil-Telefon

Auf unseren Reisen nutzen wir „GlocalMe“ als Hotspot für unsere Mobiltelefone. Das Gerät passt in jede Hosentasche und ist wirklich praktisch. Ein Tausch der SIM-Karten in den Mobiltelefonen ist nicht notwendig. Entweder buchen wir Datenvolumen (es gibt häufig günstige Angebote) oder wir kaufen eine Prepaid-SIM-Karte für das „GlocalMe“-Gerät. Das Smartphone kann wie gewohnt genutzt werden. Je nach verfügbaren Datenvolumen sollte darauf geachtet werden, dass Fotos erst in eine Cloud geladen werden, sobald WLAN verfügbar ist.

Plastik

Jordanien hat ein Problem mit Plastikmüll. Während der Fahrt durch das Land fällt dieses Problem unweigerlich auf. Die Agentur, über die wir die Tour gebucht haben, hat uns bereits vor unserer Reise auf das Problem hingewiesen. Wir haben unsere eigenen Thermosflaschen mitgenommen, große Wasserflaschen vor Ort gekauft und diese umgefüllt. So mussten wir nicht auf die kleinen Wasserflaschen zurück greifen. Die Thermosflaschen hatten zusätzlich den Vorteil, dass das Wasser länger kühl geblieben ist.
Wir haben das Trinkwasser in den Hotels probiert, für uns war dieses zu stark gechlort.
Um beim Einkaufen auf Plastiktüten zu verzichten, haben wir immer einen Stoffbeutel dabei gehabt. In den touristischen Gebieten ist das Problem des Plastikmülls nicht so auffällig, eher auf den Fahrten von Stadt zu Stadt.

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