AfrikaSüdafrika

Safari im Kruger Nationalpark und die überraschende Panorama Route

Oktober 2018

Der vermutlich bekannteste Nationalpark Südafrikas ist der Kruger Nationalpark.
Mit einer Größe von ca. 20.000 Quadratkilometern bietet dieser den Big 5 (Büffel, Elefant, Leopard, Löwe und Nashorn) sowie Giraffen, Zebras, Affen, Krokodile und und und ein zu Hause.
Doch auch außerhalb des Parks hat die Region eine unerwartet schöne und beeindruckende Landschaft zu bieten.

Anreise zum Kruger Nationalpark

Von Kapstadt fliegen wir mit Airlink zum Kruger Nationalpark und werden von dieser faszinierenden Stadt mit einem wunderschönen Panorama verabschiedet.

Hinweis
Eventuell habe ich bei der Buchung etwas übersehen, aber wir und auch einige andere Touristen mussten am Flughafen  „Übergepäck“ bezahlen,
ca. 8KG = R239,20/ca. 15€.
Auf den anderen Inlandsflügen vom Nationalpark nach Johannesburg und weiter nach George wurde uns kein Übergepäck berechnet.

Nach 2h Flug landen wir auf dem Kruger Mpumalanga International Airport. Unser Flugzeug macht eine 180°-Drehung und fährt zum Terminal. Als wir über das Rollfeld zum Flughafengebäude laufen, das wie eine Lodge aussieht, wird der Kontrast zu Kapstadt das erste Mal spürbar.

Noch bevor wir das Flughafengelände verlassen, sehen wir die ersten Wildtiere: Impalas.

Mit dem Flughafen-Shuttle der „Sabie River Bush Lodge“ fahren wir knapp 1h in unsere Unterkunft.
Unterwegs lernen wir eine ganz neue Seite Südafrikas kennen. Alles wirkt viel ländlicher und einfacher, auch der Verkauf von Waren am Straßenrand. Fasziniert tauchen wir nun in eine andere Welt ein.

Hotel/ Lodge

In der „Sabie River Bush Lodge“ angekommen, werden wir freundlich empfangen und können bereits beim Check-In eine Safari und einen Ausflug entlang der Panorama Route buchen.
Wer Insektenschutzmittel vergessen hat, kann dieses an der Rezeption kaufen.

Ausflüge
Safari Tour mit GuideR950 / ca. 50€ p.P.
Eintritt in den Park für "Selbst-Fahrer-Safari"R400 / ca. 20€ p.P.
Panorama Route mit FahrerR810 / ca. 45€ p.P.

Aufgrund der direkten Lage zum Kruger Nationalpark und dem Fluss „Sabie“, im dem Nilpferde wohnen, wird die Lodge durch einen elektrischen Zaun geschützt.
In der Nähe gibt es keine Restaurants oder Supermärkte. Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten sind ca. 10 Minuten mit dem Auto entfernt.

Auf dem Weg zu unserem Zelt können wir einen Blick über das Gelände schweifen lassen.
Kleine Hütten und Zelte umrahmen das grüne Gelände. Eine große Terrasse mit Pool und Sonnenliegen lädt zum Sonnenbaden und Relaxen ein. Auch Tische und Stühle stehen bereit. Von hier lassen sich ganz wunderbar die Nilpferde beobachten, die „vor unserer Haustür“ leben.

Hinter dem Fluss beginnt der Kruger Nationalpark. Die gegenüberliegende Erhöhung erinnert an einen Strand mit hohem, grünem und dichtgewachsenem Gras. Würden die Nilpferde nicht im Fluss liegen, könnte dieses Bild auch zu einer Fluss-/Seenlandschaft in Deutschland gehören.

Unser Zelt

Nun stehen wir auf unserer kleinen Terrasse vor dem Eingang unseres Zeltes. Wir schließen die Holztür auf und betreten unser geräumiges Zelt mit Doppelbett, Klimaanlage, Kleiderschrank und eigenem Bad. Dieses Zelt würde ich eher in die Kategorie „Glamping“ einordnen.
Um uns herum nur Natur. Hier und da hören wir bereits einige Tiergeräusche.
Wir fühlen uns sehr wohl und freuen uns auf die nächsten 3 Tage.

Essen in der Lodge

In der Nähe der Lodge gibt es keine Restaurants, daher ist es empfehlenswert Halbpension zu buchen.

Das Frühstück wird entweder auf Safari oder auf der Terrasse eingenommen.
Die Gäste, die Halbpension gebucht haben, können sich am Abend ebenfalls auf der Terrasse den Gaumen verwöhnen lassen. Mit Blick in den Garten und auf den Fluss lässt sich jede Mahlzeit genießen.

FrühstückEine bunte Auswahl an Brot, Cornflakes, Obst, Joghurt, Marmelade, Käse und Wurst.
Auch frisch zubereitete Speisen mit Eier und Speck.
AbendessenAn einigen Abenden in der Woche werden vom Grill zubereitete Würstchen und in Steakgröße "Impala" und "Kudu" angeboten, dazu frische Salate und Brot.
Wird nicht gegrillt, kann aus einer Auswahl von Gerichten ein 3-Gänge-Menü zusammengestellt werden.
Zwischen den Mahlzeitenkönnen Snacks wie: Salate, Sandwiches, kleine Burger, Pommes, etc. bestellt werden.
Getränkealkoholfrei:
Wasser, Coca Cola, Fanta, Sprite, etc.

alkoholisch:
Bier und Wein

Am Grillabend probieren wir die Würstchen und Impala. Die Würstchen sind für unseren Geschmack zu fettig, aber das Impala ... unser erster Gedanke ist: „Wow, so schmeckt also „Freilandhaltung“. Auch wenn das Fleisch durchgebraten ist, ist es ganz zart und saftig. Es zergeht im Mund. Der Geschmack ist ähnlich wie Wild aber weniger intensiv. Einfach lecker!!

Während unseres Aufenthalts wurden wir in der Lodge kulinarisch sehr verwöhnt.

Die Tierwelt der Lodge

Insektenschutzmittel nicht vergessen!! Das Gebiet um und im Kruger Nationalpark gehört zum Malaria-Gebiet, auch wenn die Gefahr im Oktober sehr gering ist.

Von der Pool-Terrasse beobachten wir die Nilpferde im Fluss. Die Tiere liegen die meiste Zeit des Tages im Wasser und geben sehr interessante Laute von sich. Ruft bei einem der Tiere „Mutter Natur“ oder die Position muss geändert werden, kommt etwas Bewegung in den Fluss. Diese ruhige und entspannte Lebensweise der Nilpferde wirkt sich auch auf die Besucher aus. Stundenlang sitzen wir auf der Terrasse und beobachten die Tiere.

Im Fluss tummeln sich nicht nur Nilpferde. Am Nachmittag, nach unserer Safari, liegen wir entspannt auf der Sonnenliege. Ich nehme ein Geräusch wahr, öffne die Augen und kann es kaum glauben: ein Elefant kommt auf ein Bad vorbei.

Einige Gäste berichten, dass eine größere Elefantenherde einige Tage zuvor im Fluss gebadet hat.
Hin und wieder ist es empfehlenswert sich eine Auszeit auf der Sonnenliege zu gönnen.

Checkliste
– ausreichende Mückenschutz
– Sonnencreme
– Kamera
– Ohropax gegen Tiergeräusche in der Nacht

Safari im Kruger Nationalpark

Viele Menschen träumen davon, der faszinierenden Tierwelt Afrikas auf einer Safari ganz nah zu kommen. Eine sehr gute Möglichkeit bietet der Kruger Nationalpark.
Hier besteht die Chance die Big 5 (Büffel, Elefant, Leopard, Löwe und Nashorn) sowie Giraffen, Zebras, Affen, Krokodile und und und in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben.

Der Nationalpark wurde vom südafrikanischen Politiker und Präsidenten (1882 – 1902) der Republik, Paul Kruger, im Jahr 1898 gegründet, um die Wildnis zu schützen. Mit einer Größe von ca. 20.000 Quadratkilometern ist der Nationalpark ungefähr so groß wie Rheinland-Pfalz oder Hessen.

Morgens um 6:00 Uhr brechen wir mit anderen Gästen der Lodge im offenen Geländewagen auf und fahren ca. 15 Minuten zum Eingang des Kruger Nationalparks.

Die Luft ist ganz klar und noch etwas feucht. Langsam kämpft sich die Sonne durch die geschlossene Wolkendecke. Es liegt Spannung und Vorfreude in der Luft. Werden wir Tiere sehen? Wenn ja, welche werden es sein?
Auf asphaltierten Straßen fahren wir tiefer in den Park hinein. Links und rechts flankieren grüne Büsche und Bäume die Straße. Doch schon kurze Zeit später ändert sich das Bild der Landschaft. Trockene Lichtungen werden sichtbar und das Unterholz wird durchlässiger.
Die ersten Tiere zeigen sich: Kudus und Impalas – ja, wir können uns noch sehr gut an das saftige Fleisch vom Vorabend erinnern.

Impalas werden auch als das „McDonalds Südafrikas“ bezeichnet.
Zeigen die Tiere ihr Hinterteil mit nach unten hängendem Schwanz sieht es wirklich wie ein „M“ aus, das auf dem Hintern prangt.

Alle Teilnehmer halten während der Fahrt gespannt Ausschau nach Tieren. Auf einer Lichtung entdecken wir Giraffen mit einem Kalb. Sie sind farblich so gut getarnt, dass sie nicht sofort zu erkennen sind. Begeistert beobachten wir, wie das Kleine über das trockene Gras läuft.

Mit Spannung setzten wir unsere Safari fort und dann ... am Straßenrand sind Giraffen, zum Greifen nah, die grüne Blätter von den Baumkronen essen.

Unser Guide erklärt uns:
Je älter Giraffen werden, umso dunkler werden die Punkte ihres Fells.

GIRAFFEN - GIRAFFEN - GIRAFFEN !!!

Etwas weiter sichten wir eine größere Herde.

Nach den ersten erfolgreichen Sichtungen ist die Euphorie groß. Auf einer trockenen Lichtung sehen wir schwarz-weißes Fell leuchten und entdecken 3 Zebras beim Grasen. Bei genauerer Betrachtung ist noch eine weitere Farbe im Fell zu erkennen: es ist Braun.

Die südafrikanischen Zebras sollen die einzigen sein, die ein 3-farbiges Fell haben.

Nun wird erneut gebremst und der Rückwärtsgang eingelegt.
Wir schauen etwas irritiert durch die Gegend und dann sehen wir es auch ... wir haben großes Glück und sichten in der Ferne ein Nashorn. Eines der Tiere in freier Natur zu sehen ist selten geworden. Noch immer wird auf die vom Aussterben bedrohten Tiere Jagd gemacht, um an ihr Horn zu kommen.

Die Landschaft verändert sich. Weites Land wird mit einer grün
leuchtenden Wasserstelle und trockenen Sandflächen sichtbar, die teilweise von grünen Grasbüscheln überzogen sind.

In der Nähe eines Flusses halten wir erneut und es ist so fantastisch... 4 kleine Elefanten laufen am Wasser entlang. Ihre Haut ist so glänzend als hätten sie gerade ein erfrischendes Bad genommen.

... und das könnten die Eltern der Kleinen sein ...

Im Unterholz spüren wir einen Weiteren der Big 5 auf, einen Büffel. Eine ganze Büffelherde können wir in der Ferne ausmachen. Was für ein beeindruckendes Naturschauspiel.

Unser nächster Halt gilt einem Wasserloch, das von einem roten Sandstrand umrandet ist. Vereinzelt ragen grüne Sträucher und Bäume aus dem sandigen Boden. In der Mitte des Sees thront ein karger Baum an dem Vögel ihre Nester gebaut haben. Im Wasser können wir bereits vertraute Tiere erkennen, Nilpferde.

Alles wirkt sehr idyllisch, doch am Rand des Sees liegt gut getarnt ein Krokodil und genießt die Morgensonne. Ein anderes Krokodil gönnt sich ein Bad.

Nach so vielen Eindrücken machen wir in einem abgegrenzten Bereich des Parks eine Frühstückspause.
Gut gestärkt nehmen wir wieder im Geländewagen Platz und die Safari geht weiter.
Mittlerweile kommen uns auch immer mehr Mietwagen entgegen. Ja, auch mit einem Mietwagen kann der Nationalpark erkundet werden.

Wir bleiben wieder stehen und auf den ersten Blick können wir nichts erkennen.
Dann erkennen wir, wie der „König der Tiere“ und ein Weibchen majestätisch auf einem Felsen liegen und Ausschau halten... vielleicht nach der nächsten Beute?!
Was für ein Anblick!!

Unser Guide kommuniziert per Funk und gibt uns ein Zeichen, dass wir nun zügig weiterfahren. An einer Stelle haben sich bereits viele Jeeps und Autos gesammelt. Nun erkennen wir den Grund für die Ansammlung der vielen Fahrzeuge.
Auf einem Baum sehen wir ein Löwenweibchen. Unser Guide erzählt uns, dass ein Leopard seine Beute auf dem Baum abgelegt hat, um diese vor Löwen zu schützen. Der Leopard ist kleiner als ein Löwe und würde diesen nicht angreifen.
Die Löwin ist ganz vorsichtig und bedacht, das tote Tier nicht vom Baum fallen zu lassen. Vermutlich wartet der Leopard im Gebüsch, um sich die gerissene Beute wieder zu sichern.
Doch die Löwin ist geschickt und stielt das Impala vom Baum.

Diese Safari ist so beeindruckend. Mit vielen Eindrücken und Erlebnissen setzten wir unsere Fahrt in Richtung Ausgang des Nationalparks fort.

Doch die Tierwelt überrascht uns noch mehr. Eine Herde von Elefantenkühen mit ihren Jungen spaziert auf einer trockenen Ebene an uns vorbei.
Den mächtigen Dickhäutern so nah zu sein ist ein eindrucksvolle Erlebnis.

Unter einem schattenspendenden Baum entdecken wir eine weitere Elefantenkuh, die sich schützend neben ihr Junges stellt und uns nicht aus den Augen lässt.

Auch die Affen gewähren uns Einblicke in ihren Lebensalltag.

Wer „König der Löwen“ gesehen hat, wird feststellen, hier fehlt doch noch jemand auf unserer Tour. Wir haben schon nicht mehr damit gerechnet und dann zeigt sich nicht nur ein sondern gleich drei Warzenschweine.

Völlig überwältig von dieser tollen Safari kommen wir gegen 13:00 Uhr wieder in der Lodge an und lassen den Nachmittag am Pool ausklingen.

Checkliste
– Kamera
– Sonnencreme
– Wasser
– Trinkgeld für den Guide
– Snacks (wer alleine eine Safari unternimmt)

'Selbst-Fahrer-Safari' mit Mietwagen
Wer es sich zutraut, kann im Park allein auf Safari gehen.
Sanparks
Kruger Nationalpark

Panorama Route

Nach einer aufregenden Safari im Kruger Nationalpark am Vortag zieht es uns heute auf die Panorama Route. Beim Check-In in die Sabie River Bush Lodge haben wir einen Tagesausflug mit Fahrer gebucht.
Die Schönheit dieser Region ist beeindruckend und abwechslungsreich. Mit aufgeforsteten Wäldern, die eher an Kanada erinnern und grünes, weites Land bis hin zu majestätisch in den Himmel ragenden Bergen ist diese Landschaft überraschend vielseitig.

Die Straßen sind sehr gut. Mietwagenfahrer können bedenkenlos das Gebiet erkunden.

Der heutige Tag ist vollgepackt mit Sehenswürdigkeiten

SehenswürdigkeitEintritt ohne FahrerBemerkung
Blyed River Canyon &
„Three Rondavels “
R35 // ca. 1,75€
pro Erwachsener
R20 // ca. 1,00€pro Kind
Bourke’s Luck PotholesR65 // ca. 3,00€pro Erwachsener
R25 // ca. 1,25€pro Kind
God’s WindowR20 // ca. 1,00€pro Erwachsener
R15 // ca. 0,75€pro Kind
Lisbon FallsR15 // ca. 0,75€pro Person
GesamtR135 // ca. 6,50€pro Erwachsener
R75 // ca. 3,50€
pro Kind
Angebot der
Sabie River Bush Lodge
Preis mit FahrerBemerkung
Tagesausflug R810 / ca. 45€pro Person
Enthält den Besuch von:Blyed River Canyon &
„Three Rondavels “
Bourke’s Luck Potholes
God’s Window
Lisbon Falls

Lisbon Falls

Wasserfälle haben auf mich eine magische Anziehungskraft. Wie sich die Wassermassen kraftvoll über die Felsenkante in die Tiefe stürzen hat etwas Beeindruckendes.

Von unserer Sabie River Bush Lodge fahren wir ca. 1h zu unserem ersten Ziel des Tages.

Am Parkplatz der Lisbon Falls gibt es Stände an denen Getränke, Snacks und Souvenirs gekauft werden können. Toiletten sind ebenfalls vorhanden.

Es sind nicht viele Touristen da und wir können uns ganz entspannt umsehen.
Von einer kleinen Aussichtsplattform können wir die Landschaft um die malerischen Lisbon Falls bestaunen: Berge am Horizont, leicht abfallende Hänge, die vom saftig grünen Gras überzogen sind. Grüne Bäume und Sträucher ragen empor und runden das Bild ab.

Wir wollen etwas näher an den Wasserfall heran und entdecken einen kleinen Trampelpfad, dem wir nun folgen.

Wir kommen dem wunderschönen Naturschauspiel immer näher. Das Rauschen des Wassers wird immer lauter. Von der gegenüberliegenden Seite sehen wir, wie sich die Wassermassen der Lisbon Falls über die Felskante 92 Meter in den Lisbon River hinabstürzen.

Bourke’s Luck Potholes

Von den Lisbon Falls fahren wir zu den „Bourke’s Luck Potholes“. Nach 20 Minuten Fahrt erreichen wir den Parkplatz des Besucherzentrums. Wir spazieren los und auf einmal entfaltet sich eine sagenhafte Landschaft: eine tiefe Schlucht, die von schroffen Gesteinsmassen gesäumt ist. Grüne Sträucher scheinen aus dem Gestein zu wachsen. Nur über eine Brücke können wir den grünleuchtenden Flusslauf, der sich seinen Weg durch den Canyon bahnt, überqueren.

Große Gesteinsbrocken scheinen dem Fluss den Weg zu versperren. Dahinter ist eine grüne Oase in der Schlucht des Canyons entstanden.

Auf der anderen Seite angekommen eröffnet sich eine atemberaubende Landschaft.
Wir spazieren auf steinigen, unebenen Wegen an kleinen Bächen und Wasserläufen entlang. Das Wasser ist so klar, dass jeder Stein zu erkennen ist.
Grüne Sträucher und Grasbüschel ziehen sich entlang des Weges.
Dahinter ist das Gebiet weitläufig und teilweise mit grünen hügeligen Wiesen bedeckt.

Die Wasserläufe bahnen sich ihren Weg, sammeln sich und schwellen zu malerischen Wasserfällen an.

Auf dem Rückweg zieht eine Schlucht unsere ganze Aufmerksamkeit auf sich. Das Wasser ist ganz klar, an einer Stelle leuchtend grün und auch fast dunkelblau. Im Sandstein der Felsen hat die Natur ihre Spuren, in Form von großen und kleinen Löchern, hinterlassen.
Daher kommt also die Bezeichnung: „Potholes“ = Schlaglöcher oder Kessel.

Dieses Naturschutzgebiet ist wunderschön und kontrastreich.
Ein Besuch ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Blyde River Canyon & Three Rondavels

Unser nächstes Ziel ist der Blyde River Canyon. Die Straßen werden deutlich kurviger und ich bin froh, dass ich meine „Sea Bands“ gegen Reiseübelkeit trage.

Der Blyde River Canyon ist der drittgrößte Canyon der Welt mit einer Länge von 26 km und 800 m Tiefe.

Nach ca. 20 Minuten Fahrt erreichen wir den Parkplatz. Es sind nur wenige Meter bis zum Aussichtspunkt und dort erwartet uns eine spektakuläre Aussicht auf den Blyde River Canyon und die „Three Rondavels“.
Ein fast türkisfarbener Fluss schlängelt sich durch eine Schlucht, die von grünbedeckten Bergen gesäumt ist. Am Flussufer sind Sandbänke auszumachen.
Über die Bergkuppen ziehen vereinzelt weiße Quellwölkchen am Himmel entlang.
Dieser Ausblick ist atemberaubend.

Die 3 runden Berggipfel der „Three Rondavels“ erinnern an die traditionellen afrikanischen Rundhütten und wurden nach den drei Ehefrauen von Chief Maripi Mashile benannt: Magabolie, Magoladikwe und Maseroto.
„Rondawel“ ist Afrikaans und bedeutet soviel wie Rundhütte, in Englisch: Rondavels.

Dies ist ein malerischer Ort. Wer auf der Panorama Route unterwegs ist, sollte unbedingt einen Besuch einplanen.

God’s Window

Die letzte Sehenswürdigkeit auf unserer heutigen Route ist God’s Window.
Schon der Name lässt „Großes“ erahnen und wir sind sehr gespannt.
Vom Blyde River Canyon fahren wir ca. 45 Minuten.
Dort angekommen gehen wir zu einem Aussichtspunkt ... und ja, „das Fenster Gottes“ ist eine kleine Offenbarung.
Eine endlos grüne Weite erstreckt sich vor uns. Soweit das Auge reicht ragen Berge in den Himmel empor und scheinen sich am Horizont mit dem Himmel zu vereinen.
Das Panorama ist wunderschön.

Unsere Entdeckungstour ist noch nicht beendet.
Von hier gehen wir ca. 10 Minuten auf befestigten Wegen immer bergauf.
Wir durchqueren einen kleinen Dschungel, in dem Vogelrufe von schattenspendenden Bäumen widerhallen. Dieser Ort wirkt mystisch und entspannend zugleich.

Der Lichteinfall wird stärker. Wir lassen den Dschungel hinter uns und gehen auf eine Felskante zu. Hier verweilen wir einen Moment und genießen die fantastische Aussicht ... „God’s Window“.

Bei gutem Wetter soll man bis nach Mosambik sehen können.

Restaurant

Bevor wir zurück in die Lodge fahren, machen wir noch eine Pause bei HARRIES PANCAKES in Graskop. Hier gibt es sehr leckere Pancakes, die mit verschiedenen Füllungen angeboten werden.

Adresse
Corner Louis Trichardt Ave & Kerk St, Graskop, Mpumalanga 1270

Eine kleine Geschichte

Bei HARRIES PANCAKES haben wir die Gelegenheit mit unserem Fahrer über sein Leben in dieser Region zu sprechen und erfahren, dass er einen Zwillingsbruder hat. Die beiden wurden nach der Geburt getrennt. Er wuchs bei der Tante auf und sein Bruder blieb bei der Mutter.
Wir fragen ihn: „Warum wurdet ihr als Zwillinge getrennt?“ Doch eine genaue Antwort kann auch er uns nicht auf diese Frage geben. Es sei üblich, dass Zwillinge getrennt voneinander aufwachsen.
Wir erfahren, wie er und die anderen Jungs seiner Klasse mit 14 Jahren in die Wildnis geschickt wurden. Die Jungs bleiben 14 Tage an einem Ort, der vorher von Erwachsenen ausgewählt wird. So wird aus einem Jungen ein Mann. Während ihrer Abwesenheit wird ein eigener abgetrennter Schlafbereich von der Familie vorbereitet. Sobald er wieder zu Hause ist, zieht der junge Mann in seinen eigenen Bereich.

Checkliste
– Kamera
– Sonnencreme
– Sea Bands (gegen Reiseübelkeit)
– bequeme Schuhe
– Wasser
– Snacks
– Trinkgeld für den Fahrer

Fazit

Die Region Kruger Nationalpark ist vollgepackt mit unvergesslichen Erlebnissen und einer atemberaubenden Landschaft. Bei einer oder mehreren Safaris der afrikanischen Tierwelt näherzukommen oder die Gegend um den Kruger Nationalpark zu erkunden, so wird jeder Tag zu einem Highlight. Ein Aufenthalt von mindestens 3 Tagen ist empfehlenswert.

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